Mi 23 Mai 2007
Shooting Dogs spielt 1994 in Ruanda. Der junge Lehrer Joe Connor (Hugh Dancy) unterrichtet in Kigali an einer Missionsschule. Sein Chef, Pater Christopher (John Hurt) lebt schon seit fast 30 Jahren in Afrika und hat seinen Lebenstil an den Kontinent angepasst.
Doch plötzlich überschlagen sich die Ereignisse und das beschauliche Leben der beiden ist vorbei. Die Hutu wollen den Volksstamm der Tutsi vernichten. Innerhalb kurzer Zeit bahnt sich ein Bürgerkrieg an, wobei viele der angegriffenen Tutsi Schutz in der Mission suchen. Joe und Pater Christopher versuchen sich um die Flüchtlinge zu kümmern, aber die Station ist dem Ansturm nicht gewachsen. Auch die belgischen UN-Soldaten, die in der Mission ihr Quartier aufgeschlagen haben, können nicht weiterhelfen. Doch dann werden zehn der UN-Soldaten von den Hutu umgebracht….
Die Figuren in der Geschichte sind zwar erfunden, aber der Hintergrund der Geschichte und die Fakten basieren auf einer wahren Begebenheit. Bei dem Bürgerkrieg wurden rund eine Million Menschen getötet.
Shooting Dogs spielt an den Original-Schauplätzen. Er fängt zunächst langsam und gemächlich an und zeigt das Leben des Lehrer Joe. Doch dann wandelt sich das ganze in einen Albtraum.
Der Film zeigt deutlich, die unvorstellbare Grausamkeit des Bürgerkrieges und das bestialische Abschlachten von Familien. Die besondere Note dieses Filmes ist, dass viele Mitarbeiter auch gleichzeitig die Überlebenden dieses Völkermordes waren.
Autor: Regina Wagner
pink@t-online.de
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