Do 30 Nov 2006
Christoph Kolumbus (1451-1506) sollte im Auftrag des Herrscherpaars Königin Isabella I. von Kastilien und König Ferdinand II. von Aragon den Seeweg nach Indien finden, um so kostbare Gewürze nach Europa zu holen und neben Portugal am lukrativen Indienhandel Anteil zu haben.
Portugal war bereits seit Heinrich dem Seefahrer dabei, den Seeweg nach Indien um Afrika herum auszukundschaften und so die kostbaren Gewürze unter Umgehung des Zwischenhandels, nach Europa zu holen.
Möglich wurde die Entdeckungsfahrt von Christoph Kolumbus aber erst nach Abschluss der Reconquista auf der iberischen Halbinsel. Im Jahre 1492 fiel nach Belagerung die letzte Bastion der Mauren, Granada. Die Mauren hatten sich ab 711 an die Eroberung der iberischen Halbinsel gemacht, waren aber dabei immer wieder auf Widerstand der christlichen Königshäuser dort gestoßen, die sich daran machten, die Halbinsel wieder von den Mauren zurück zu erobern. Wenige Monate nach dem Fall von Granada unterzeichneten Christoph Kolumbus und das Königspaar im April 1492 einen Vertrag über das Unternehmen. Dieser Vertrag sicherte Kolumbus u.a. eine Gewinnbeteiligung in Höhe von zehn Prozent an allem gefundenen Gold und die Erhebung in den erblichen Adelsstand. Dazu sicherte sich der Seefahrer den Titel Vizeadmiral des Ozeans.
Womit vor der Entdeckungsfahrt aber niemand rechnete, war der amerikanische Kontinent, der zwischen Europa und den Gewürzinseln lag. Und so gilt Christoph Kolumbus als Entdecker von Amerika, obwohl er selbst dies bis zu seinem Tod nicht wusste. Er starb im Glauben den Seeweg nach Indien gefunden zu haben, und war auf seinen insgesamt vier Entdeckungsreisen immer wieder auf der Suche nach Gewürzen und Gold gewesen. So benannte er die Karibischen Inseln, von denen Kolumbus einige auf seinen Entdeckungsfahrten entdeckte, Westindische Inseln, denn der Seefahrer ging davon aus, Indien, China oder Japan vor sich zu haben. Mit einem neuen Kontinent rechnete er nicht.
Auf der ersten Entdeckungsfahrt im Jahr 1492 landete Kolumbus zunächst auf Bahamas, später auf Hispaniola, auf dieser Insel entsteht die erste Kolonie Spaniens in Amerika. Die zweite Entdeckungsfahrt bringt die ersten Siedler in die neu entdeckten Gebiete. Während der dritten und vierten Fahrt sichtet Kolumbus das erste Mal das amerikanische Festland. Im Sommer 1498 geht er vor Venezuela vor Anker. Kolumbus verlässt das Schiff aber nicht, und so sind es Matrosen und Offiziere, die als erste Europäer, ihre Füße auf den südamerikanischen Kontinent setzen.
Nach seiner vierten Fahrt waren die Entdeckungsfahrten für Christoph Kolumbus beendet, nie wieder fuhr der Entdecker zu See. 1506 stirbt er unbeachtet von der spanischen Öffentlichkeit in Valladolid, der damaligen Hauptstadt der Region Kastilien-León. Zuvor hatte er versucht, die ihm 1492 zugesicherten Privilegien, zu erlangen, was ihm aber nur teilweise gelangt. Davon erschöpft starb er im Alter von 55 Jahren.
Maria Gonzales Meyer technik @ suncanaria.com
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