Dass in demokratischen Ländern die Meinungsfreiheit gilt und diese dann doch oft nicht wirklich gern gesehen wird, liegt an der Natur der Sache. Welcher Mensch mag es schon, wenn er öffentlich diskreditiert wird? Am wenigsten gerne die Humorlosen.Aber es ist immerhin möglich seine Meinung in Wort und Bild auszudrücken und das ist sehr viel wert.

Ein sehr schönes Mittel von dieser Freiheit Gebrauch zu machen und seine Meinung zu verkünden geschieht durch die Kunst.

Politische Gedanken lassen sich wunderbar neutral und freundlich rüber bringen durch ein aussagefähiges Bild. Jeder kennt die oft mit herbem Witz gewürzten Cartoons und Karikaturen der Tageszeitung, die zeigen sollen, dass nicht alles, was in den oberen Etagen des Bundestages so geschieht, gut und richtig ist.

Wie schon Wilhelm Busch bewies, hat jede Geschichte eine Lehre und führt schließlich zu einem bewegenden Ende. Wo wären wir, wenn der Cartoon uns nicht zeigen würde, dass man über die kleinen und großen Dinge im Leben frei nachdenken und sich seine eigene Meinung bilden darf? Wie kann man besser und diplomatischer zeigen, dass man nicht mit allem einverstanden ist, was so um einen her geschieht?
Mit Hilfe der Cartoons hat auch der kleine Mann Macht – sogar der ganz kleine, denn
in jedem Menschen steckt ein Künstler, der etwas auszudrücken hat. Das beweisen selbst die Schüler, die die Ränder ihrer Hefte mit Zeichnungen ihrer Lehrer und Schulkameraden verzieren.

Einen langen Text über politische Debatten zu schreiben ist mühsam und natürlich sinnvoll, umso schwieriger ist es jedoch oft, den Leser zu motivieren, den langen Aufsatz zu lesen und ihn so zum Nachdenken zu animieren.

Ein gut pointierter Witz kommt doch da oft viel besser zur Geltung und trifft sein Ziel oft auf den Punkt.

Und auch die kleine Bildergeschichte ist von großem Wert. Kindern fällt es manchmal leichter aus ihrem Comic etwas zu lernen, als aus den Worten der Eltern eine Lehre zu ziehen.

Solange der Mensch bereit ist, über sein Tun und Handeln nachzudenken, wird der Cartoon aus den Zeitschriften und Zeitungen nicht wegzudenken sein. Ein Lob also denen, die den Mut haben, ihre Meinung auf diesem Weg zu äußern.

http://www.kunstsam.de
http://www.bildergeschichten.eu

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Frank Speth
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