So 11 Nov 2007
Bereits im Altertum kannte man den “Akt”. Vornehmlich zuerst in der Bildenden Kunst und später, als man das Fotografieren erfunden hatte, wurde die Aktfotografie immer beliebter. Allerdings verband man mit Aktfotos bis ungefähr 1860 immer etwas “Anrüchiges”. Und so riskierten die Fotografen empfindliche Geld- und Gefängnisstrafen.
Die Fotografen blieben lieber anonym, um nicht mit der Polizei und der Justiz in Konflikt zu geraten. Ihre Modelle fanden die Aktfotografen vornehmlich unter den Tänzerinnen des Varietés. Nach 1860 eröffneten sich durch den neuen Freikörperkult und den freieren Bezug zur Nacktheit, neue Themen in der Aktfotografie. Die Aktfotografie kennt drei Grundformen, den Vollakt, die Darstellung von Detailansichten und den Halbakt. Darüber hinaus findet man in der Aktfotografie weitere diverse Sub-Genres.
So gehören zum Beispiel Körperbemalungen und Körperprojektionen ebenfalls zur Aktfotografie. Unter einem Vollakt versteht man, dass das Modell vollständig unbekleidet vor einem einfachen Hintergrund abgelichtet wird. Bei der Darstellung von Detailansichten wird besonderer Wert auf Formen und Strukturen in einer Nahaufnahme gelegt. Beim Halbakt ist das Modell nur teilweise unbekleidet oder mit Accessoires bedeckt.
Es gibt in Heidelberg einen Fotograf, der sich intensiv mit der Aktfotografie beschäft. Sein Fotostudio befindet sich in Mannheim. Ein Aktfotograf muss über die technischen Fähigkeiten der Fotografie verfügen, aber auch ein besonderes Empfinden für Licht und Stimmungen haben. Das Verhältnis des Fotografen zum Modell ist von besonderer Bedeutung. Eine vertrauensvolle Atmosphäre trägt zu einem künstlerisch hochwertigen Ergebnis entscheidend bei. Fotografieren ist eine Kunst. Es gibt kunstvolle Portraits, aber auch Aktfotos von künstlerischem Wert. Das beweisen diverse Ausstellungen.
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