Vor gut 75 Jahren ging Elly Beinhorn in die Luft.

Damals staunten die “tollkühnen Männer” nicht schelcht. Gerad hatten die Pioniere des Motorflugs sich mit Mühe in die Lüfte gehoben, da war es mit der “Männerwelt” Fliegen auch schon wieder vorbei:

Elly Beinhorn, hübsch, jung und frech - dazu nach sehr abenteuerlustig und wagemutig lebte für die Fliegerei. Eigentlich war das kein Wunder: als Tochter eines Kaufmanns hatte sie bald genug davon, von Flugplatz zu Flugplatz zu ziehen, um bei Flugschauen den Männern beim Looping ziehen zuzuschauen.

Elly Beinhorn wollte mehr: sie wollte selbst fliegen. Geradezu besessen war sie von der Idee, die Welt selbst von oben zu sehen.

Am 4.12.1931 startete Elly Beinhorn somit zu ihrem Flug rund um den Globus. Das Elly die Welt umrunden würde, war nicht wirklich vorgesehen - sie wollte ersteinmal nach Indien. Mit ihrer kleinen einmotorigen Maschine mit offenem Cockpit trotzte sie den europäischen Wetter. Sie erlied Motorschäden, Bruchlandungen und noch vieles mehr.

Das Weihnachtsfest verbrachte die damals 24 Jährige in Delhi. Silvester in Kalkutta. Sie überquerte die berüchtigte Timor-See und erreicht damals als erste Fliegerin Australien.

Erst am 24. Juli 1932 kam sie wieder in Berlin an - dort war sie sofort eine Berühmtheit.

Bis ins hohe Alter bliebt Elly Beinhorn der Fliegerei treu. Erst mit 72 gab sie den Pilotenschein zurück.

Birgit Lorz         lorz @ gmx.de

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