Optischer oder digitaler Bildstabilisator- welcher ist besser?

Jeder der sich mit digitaler Fotografie beschäftigt hat das sicher schon einmal erlebt, man schießt Fotos und zuhause angekommen stellt man mit bedauern fest, dass die Aufnahmen unscharf oder verschwommen sind. So etwas ist immer ärgerlich, gerade weil man an dieser Stelle keine Chance hatte den Fehler zu bemerken, weil die Sonne zu sehr geblendet hat oder das Display der Kamera die Bilder einfach nicht genau genug anzeigt. Eine Lösung für dieses Problem bietet ein Bildstabilisator.

Diese, auch bei digitaler Videotechnik eingesetzte, Funktion gleicht leichtes Verwackeln der Bilder bei der Aufnahme elektronisch aus, und garantiert so eine scharfe Aufnahme. Meist findet man einen Bildstabilisator bei Modellen mit hohem Zoomfaktor, weil hier die Gefahr des Verwackelns besonders hoch ist. Mittlerweile verfügen aber auch immer mehr kompakte Kameramodelle über dieses sinnvolle Feature. Ursachen des verwackeln sind nicht nur die Aufnahmen bei hohem Zoomfaktor sondern auch das Fotografieren bei ungenügender Beleuchtung.

Es gibt zwei verschiedene Arten von Bildstabilisatoren, optische und digitale. Wobei die optische Variante der digitalen vorzuziehen ist, da nur diese Version keine negativen Einflüsse auf die Bildqualität hat. Ein digitaler Bildstabilisator macht zwar auch ein scharfes Bild, hat aber den Nachteil, dass Bild an Qualität verliert. Denn hier gleichen nicht, wie beim optischen Bildstabilisator, bewegliche Teile (Objektiv oder Bildsensor) das Verwackeln aus, sondern die Tatsache, dass die Bildempfindlichkeit erhöht wird.

Somit ist es möglich auch bei schlechter Beleuchtung scharfe Fotos zu machen oder in heller Umgebung die Verschlusszeit zu verkürzen. Leider werden mit diesem Trick auch das Bild- und das Farbrauschen erhöht, darunter leidet die Qualität.

Torsten Maue
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