Mi 25 Jul 2007
Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurden bislang im Verborgenen verfolgte Aufrüstungspläne, die gegen die Demilitarisierungsauflagen nach dem Ersten Weltkrieg verstießen, zur offiziellen Politik. Expansionspläne bedurften der Absicherung durch eine Militarisierung der gesamten Gesellschaft und durch eine moderne Bewaffnung.
Erst später trat der Propagandazweck dieser Waffen in den Vordergrund. Was sich bis dahin in nüchternen taktischen Bezeichnungen von Heer und Luftwaffe ausdrückte, wurde nun mit „V1“, „V2“ und „V3“ bezeichnet, wobei „V“ für den ominösen Begriff „Vergeltungswaffe“ stand.
Schon zum Ende des Ersten Weltkrieges entwarf der deutsche Ingenieur Oberth sowohl die Idee einer Flüssigkeitsrakete mit Alkohol und Sauerstoff als Treibstoff als auch die einer kanonenähnlichen Schleuder, bei der das Geschoss von mehreren Treibladungen durch ein ungewöhnlich langen Kanonenlauf kontinuierlich auf eine bis dahin unerreichte Geschwindigkeit beschleunigt wird. Aus diesen groben Entwürfen entstanden zum Ende des Zweiten Weltkrieges die „V2“ und „V3“.
Ebenfalls während des Ersten Weltkrieges gab es Forschungsprojekte in den USA und in England zu unbemannten Kleinflugzeugen, die einen Gefechtskopf ins Ziel tragen konnten. 1934 begannen derartige Forschungen auch in Deutschland. Diese Entwicklungen, später als Marschflugkörper bezeichnet, führten zur „V1“, der Robotbombe.
Die bezogen auf ein recht dicht besiedeltes Gebiet wie Deutschland recht abgeschiedene Lage von Usedom und seiner Nachbarinsel Wolin machte die periphere Region für geheime Waffenforschungen interessant. Ab 1936 begann der Ausbau des Peenemünder Hakens zur Heeresversuchsanstalt Peenemünde. Hier erfolgten die Entwicklung und anfänglich auch die Produktion der „V1“ und „V2“. Die Oberth’sche Schleuder wurde fortentwickelt und auf der benachbarten Halbinsel Wolin erprobt.
Bei der Entwicklung, Produktion, beim Transport und beim Einsatz der „Wunderwaffen“ kamen mehr Menschen als sie zumeist zivile Opfer an ihren Zielen töteten. Ihre aufgrund einfachster Steuerung geringen Zielgenauigkeiten eigneten sie als reine Terrorwaffen, die die gegnerische Zivilbevölkerung demoralisieren sollte. Erst ihre Fortentwicklung nach dem 2. Weltkrieg ließ den bizarren Traum von Präzisionswaffen zumindest in Teilen Realität werden.
In der Mitte der Insel gelegen, ist das Seebad Loddin einen geeigneter Ausgangspunkt für viele interessante Ausflüge, so auch nach Peenünde. In Loddin befinden sich die komfortablen Steinbock-Ferienwohnungen Loddin mit schwellen- und stufenfreien, seniorengerechten Ferienwohnungen.
Über die neu gebaute Ostseeautobahn A20 und die Bundesstraßen B110 oder B111 mit ihren Klappbrücken ist die Insel mit dem Auto gut zu erreichen.
Die Deutsche Bahn bietet zahlreiche Direktverbindungen mit vielen günstigen Angeboten an. Verschiedene Buslinien verbinden das Hinterland der Insel mit den Bahnhöfen der Usedomer Bäderbahn. Mit dem Flugzeug erreicht man den Flughafen Heringsdorf.
Auf der Insel gibt es ein perfekt ausgebautes Netz von Fahrradwegen.
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Andreas Koehler-Balden
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