Di 3 Jul 2007
Spirituelles Coaching hat nicht unbedingt etwas mit Räucherstäbchen, Mantragesängen, Affirmationen und positivem Denken zu tun, wie das vielleicht klischeehaft erscheinen mag. Vielmehr kann sich diese Herangehensweise an das menschliche Potential dadurch erfahrbar machen, dass der Mensch sich aus der Getrenntheit durch das Korsett des jahrhundertelang konditionierten Verstandes erhebt und sein wahres Selbst in der Einheit mit allen Erscheinungen der Welt erkennt.
Spiritualität fängt da an, wo Trennung, Konkurrenz, Angst und Mangeldenken sich auflösen, transzendiert werden. Der Coach kann sich dabei selbst nicht mehr hinter der smarten Maske des Überlegenen Alleskönners verbergen, sondern braucht den Mut, sich in seiner unvollkommenen Perfektion zu zeigen, und das nicht als eine New-Age-Maske, sondern in echter, berührbarer Authentizität.
Diese Echtheit und Verletzlichkeit ist für den Klienten, der in dieser lebendigen Interaktion zum Partner wird, die tiefe Einladung, mit seiner berührbaren Würde und Unsicherheit sich zu zeigen, anzunehmen und zu wachsen. Jahrelang gestapelter und komprimierter Stress kann in dieser wahrhaftigen Begegnung schmelzen und davonfließen.
Das ist ein zuhöchst herausfordernder Prozess für den Coach, da die generationenalten Konditionierungen und Masken immer wieder mit dem Licht der wachsenden Bewusstheit durchdrungen werden müssen, um nicht doch wieder im komfortablen Feld der Gewohnheitsmuster sich zu drehen und nett, statt echt, miteinander zu kommunizieren.
Doch welche Alternative haben wir, wenn wir die Herausforderungen diese Zeit mit wirklichem Bewusstsein annehmen wollen!
Dietrich Polenz
birkavombirkenwalt (at) g m x (dot)de
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