Wer kennt das nicht – während eines Telefonates mit einem Freund oder einer Freundin verplaudert man sich und schon hat man statt der geplanten zehn Minuten über eine Stunde am Apparat gehangen. Ohne eine spezielle Vorwahl oder eine sogenannte Festnetz-Flatrate kann das auf Dauer ein teueres Hobby werden. Das haben auch die großen Telefonanbieter erkannt und drängen neben den Komplettangeboten, die Telefon und Internet sowie teilweise auch Video-on-Demand miteinander verbinden, immer günstigere Festnetz-Flatrate Angebote auf den Markt.

Der Vorteil einer solchen Flatrate liegt augenscheinlich auf der Hand: Man weiß schon am Anfang des Monats, wie teuer die Telefonrechnung werden wird. Doch so einfach wie es sich viele Kunden vorstellen ist es nicht. Nicht alle Telefonate sind kostenlos. Auf jeden Fall kostenfrei sind Gespräche in das eigene Netz, aber bei Inlandsgesprächen in ein fremdes Netz fangen die Probleme schon an. Einige Anbieter verlangen hierfür einen Zuschlag.  Kostenpflichtig sind weiterhin Telefonate in Mobilfunknetze, ins Ausland sowie Sonderrufnummern. Ganz so einfach wie die Firmen ihre Angebote anpreisen stellt sich die Realität also nicht dar.

Aber was gibt es noch zu bedenken? Zum einen wäre da die Vertragslaufzeit. Die meisten Anbieter Binden ihre Kunden für zwölf Monate an sich, doch es gibt auch Verträge mit einer Laufzeit von ganzen zwei Jahren. Ob man sich bei dem sich schnell verändernden Telekommunikationsmarkt solange binden will, sollte man vor Vertragsabschluss genau bedenken. Als Entscheidungskriterium hinzu kommt die Verfügbarkeit des jeweiligen Angebotes.

Die Flatrates der großen Anbieter wie Telekom oder Arcor oder auch Freenet gelten deutschlandweit und haben als einzige Voraussetzung einen Festnetzanschluss der Telekom. Andere Angebote sind jedoch zum Beispiel nur im Einzugsgebiet von Kabel-Deutschland erhältlich und setzen auch einen solchen Kabelanschluss voraus.
Am besten ist es, wenn man vor Vertragsabschluss sein eigenes Telefonverhalten, zum Beispiel anhand von alten Rechnungen genau überprüft.

Also sich fragt, wann man wie lange in welches Netz telefoniert hat und feststellt, ob generell eine Telefon-Flatrate überhaupt lohnenswert ist.  Insgesamt wenden sich die Angebote nämlich eher an Vieltelefonierer, also zum Beispiel an eine Familie mit dauertelefonierenden Teenagern, welche die Telefonrechnung in die Höhe treiben.
Als letzter Tipp gilt: Auch wenn im Fernsehen, Radio und Internet ständig neue Angebote mit verlockenden Preisen offeriert werden, sollte man nicht vorschnell agieren.

Besser ist es genau zu vergleichen, welches Angebot am ehesten zum eigenen Telefonverhalten passt, um den größten Spareffekt zu erzielen. Dazu bieten sich im Internet viele Vergleichsseiten an, also Portale die sich auf den direkten Vergleich der verschiedenen Festnetz-Flatrate Angebote spezialisiert haben und kontinuierlich die neuesten Tarife bereithalten.
Tobias Röver
tobberich@web.de

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