Zur Vermeidung von nächtlichen Unfällen setzen Autobauer schon seit einiger Zeit auch auf das Nachtsichtgerät. BMW stellte pünktlich zu Beginn der Cabriosaison seinen neuen 6er Cabrio. Schon lange werden Nachtsichtgeräte nicht mehr nur beim Militär und zur Jagd eingesetzt. Nicht zuletzt der Verkauf der Geräte bei Discountern beweist, dass die so genannten Restlichtverstärker vielseitig einsetzbar sind.

Verschiedene Automobilhersteller experimentierten bereits mit dem Einsatz der Geräte – mit unterschiedlichem Erfolg. Denn nicht jedes Nachtsichtgerät ist in der Lage zu erkennen, ob sich ein vermeintliches Hindernis wirklich auf der Fahrbahn befindet, oder vielleicht doch sicher auf dem Seitenstreifen postiert ist. Hinzu kommt, dass der Blick auf das Display des Nachtsichtgerätes die Augen des Fahrers von der Straße ablenkt. Dennoch scheint die Technik geeignet, um beispielsweise die Gefahr von nächtlichen Wildunfällen zu reduzieren.

Nachtsichtgeräte als Assistenzsystem im Fahrzeug

Der Münchner Automobilhersteller BMW stellte nun pünktlich zu Frühlingsbeginn sein neues 6er Cabrio vor. Zu der gehobenen Standartausstattung gibt es verschiedene Extras im Angebot, zu denen auch das Nachtsichtgerät gehört. Ein besonderer Clou ist das Head-up-Display. Es projiziert Abbiegepfeile und Tempolimits auf die Windschutzscheibe und gibt auch die Verkehrsschilder wieder. Der Infotainment-Bildschirm misst 10,2 Zoll und ist nicht mehr integriert. Als kleiner Flachbildfernseher befindet er sich jetzt auf dem Armaturenbrett. Das Cabrio lässt sich mit sämtlichen Assistenzsystemen ausstatten, die BMW zu bieten hat.

Neben Spurwechselassistenten und Onlinezugang - anders als zu Zeiten des guten alten VW Käfer - verfügt das Nachtsichtgerät über eine Personenerkennung. Der Wagen kann mit fünf Kameras ausgerüstet werden, die in Frontschürze, Außenspiegeln und im Kofferraumdeckel angebracht sind und das Rangieren erleichtern sollen. Bei all den Neuerungen ist eines aber geblieben: der 6er Cabrio trägt noch immer ein Stoffdach. Das lässt sich auch während der Fahrt bei bis zu 40 km/h per Knopfdruck Platz sparend versenken. Beim Konkurrenten aus Stuttgart hat der neue SLK diese Technik noch nicht im Angebot. Mercedes bietet das Nachtsichtgerät bislang nur für die E-Klasse an.

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