Mi 17 Okt 2007
Das wohl größte Risiko beim Girokontomissbrauch ist der Kontoinhaber selbst, gerade dann wenn es um die Kontoführung per Online Banking geht. Wenn man als Inhaber des Girokontos nicht dafür sorgt, dass die Zugangsdaten unter Verschluss bleiben, dann macht man sich selbst mit verantwortlich im Fall einer Kontoplünderung. Und dabei geht es nicht nur darum, dass man sich seine PIN merkt und nirgends aufschreibt sowie die TAN Liste an einem Ort aufbewahrt, der vor den Blicken anderer sicher ist.
Es geht hierbei auch darum, dass man seinen Computer frei vom Virenbefall hält. In der Tat ist es eine technische Leichtigkeit, dass fremde Personen auf den PC einen sogenannten Trojaner loslassen, der darauf ausgerichtet ist, die Benutzereingaben über die Tastatur zu speichern und schlussendlich diese Protokolle an den Programmierer des Trojaners zu leiten. Da solche Systeme immer cleverer werden, empfiehlt sich dringendst der Einsatz einer Antivirensoftware und einer Firewall.
Ebenso ist es empfehlenswert, dass man nicht mehr das Internet Banking über die Webseite der kontoführenden Bank erledigt, sondern sich eine zusätzliche Online-Banking-Software kauft. Die Kosten für diese Software hat man eigentlich auch wieder schnell herein, wenn man ein Girokonto mit kostenloser Kontoführung nutzt. Durch diese Kostenreduzierung auf der einen Seite sollte man jedenfalls auch bereit sein, in die Sicherheit des Bankings zu investieren. Zudem bietet eine solche Software auch jede Menge Vorteile hinsichtlich des Bankingkomforts. Wer nicht nur ein, sondern auch ein zweites Konto oder auch ein Tagesgeldkonto hat, kann so alle seine Konten komfortabel in einer Software managen.
Sogar auch Wertpapierdepots lassen sich integrieren. Um ganz sicher zu gehen, dass auch die Banken unterstützt werden, bei denen man sein Girokonto führt, schaut man mal beim Hersteller der Kontoverwaltungssoftware vor dem Kauf nach. Manchmal kann es sein, dass die technische Schnittstelle der Bank keine externe Software daran teilhaben lässt. Das ist zwar ärgerlich, doch es bleibt natürlich auch dem Kunden offen, seine Bank bzw. sein Girokonto zu einer anderen Bank zu wechseln.
Henning Petrat, info[at]finanz-katalog[]com
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