Die Kaffeebohne ist aus botanischer Sicht keine Bohne, sondern eine Steinfrucht. Aber im Volksmund wird sie seit jeher als Bohne bezeichnet. Sie ist der Kern der kirschenähnlichen Früchte der Kaffeepflanze, die je nach Reifegrad grün, gelb oder rot leuchten.Es gibt mehr als 40 Kaffeesorten, aber die am meisten verbreiteten sind die Sorten Arabica und Robusta. Beide machen etwa 99% des Welthandels aus.

Die Coffea arabica gilt als die hochwertigere der beiden Sorten, da sie einen höheren Anteil an Kaffeeölen enthält und dadurch einen besseren Geschmack hat. Allerdings enthält sie weniger Koffein und wirkt dadurch nicht so anregend.

Die Pflanze ist recht anspruchsvoll, da sie sehr empfindlich gegen Hitze und starke Sonneneinstrahlung ist. Sie wird fast überall zwischen dem 23. Grad nördlicher und dem 25. Grad südlicher Breite angebaut, vor allem in Mittelamerika, Afrika, Asien und Ozeanien.

Die Coffea arabica stammt ursprünglich aus Afrika, aus dem südwestlichen Hochland Äthiopiens und dem angrenzenden Boma Platteau im Sudan. Sie wächst dort als Unterwuchs kühler, schattiger Wälder in einer Höhe von 1500-1800 Metern. Die Pflanze kann bis zu 4 Meter hoch werden, wird auf den heutigen Kaffeeplantagen jedoch auf die Höhe eines Strauches zurück geschnitten.

Die Kaffepflanzen können 1-2 mal im Jahr abgeerntet werden, wobei die Ernte 10-12 Wochen dauert. Das liegt daran, dass die Früchte auch an einer Pflanze zu unterschiedlichen Zeiten reifen.

Seinen typischen Geschmack erhält der Kaffee aber erst durch die Röstung. Die beste Qualität wird durch eine lange Röstung bei schwacher Hitze erzielt. Vor dem Genuss müssen die Bohnen dann nur noch gemahlen werden.

In Deutschland werden zu fast 80% Kaffees aus der Arabica Pflanze getrunken, die dann mit anderen Sorten gemischt werden, vor allem um eine gleich bleibende Qualität zu sichern.

<



Diese Artikel könnten ebensfalls interessant sein: