Do 22 Feb 2007
Bei uns gilt er noch als Geheimtip, aber in China wird er als der edelste unter den Tees bezeichnet. Die Rede ist vom weißen Tee.
Schon im 11. Jahrhundert vor Christus wurde er von den chinesischen Kaisern als Zutat eines Elixiers geschätzt, das angeblich eine lebensverlängernde Wirkung haben sollte. Dazu wurden nur die besten Pflanzen in geringer Stückzahl angebaut, und die Blätter und Knospen durften nur von Jungfrauen gepflückt werden.
Ob der Tee wirklich das Leben verlängert ist fraglich, aber in der Tat soll er viele gesundheitsfördernde Bestandteile enthalten. Vor allem hat er einen hohen Gehalt an Polyphenolen. Einigen Studien zu Folge soll er drei mal mehr Polyphenole enthalten, wie grüner Tee und damit bis zu 100% effektiver sein. Polyphenole enthalten viele hochwirksame Antioxidantien, die freie Radikale unschädlich machen und so das Immunsystem stärken.
Weißer Tee beruhigt außerdem den Magen und entschlackt. Er soll ebenfalls Krebs und Hautalterung vorbeugen, so wie den Blutdruck senken. Dazu sollte man über mehrere Wochen dreimal täglich eine Tasse trinken, der Tee sollte dann ca. 9 Minuten ziehen.
Als weiß wird der Tee bezeichnet, weil die zarte Behaarung der Blattunterseite eine weiße Färbung hat. Dies gilt allerdings nur für die noch geschlossenen oder gerade erst geöffneten Knospen. Nach wenigen Tagen bereits verschwinden die feinen Härchen als Schutz vor zu starker Sonneneinstrahlung und starker Verdunstung. Deshalb muss die Pflückung besonders sorgfältig erfolgen. Nur die ungeöffneten Blattknospen der im Süden Chinas gelegenen Provinz Fujian angebauten Teesträucher werden verwendet. Für die Herstellung eines Kilogramms weißen Tees werden ca. 30.000 handgepflückte Knospen benötigt.
Weißer Tee sollte, genau wie grüner Tee, nur mit ca. 70 Grad heißem Wasser aufgegossen werden. Als Dosierung empfiehlt sich ein halber Teelöffel Tee je Tasse. Die Ziehzeit beträgt etwa 2-3 Minuten. Da weißer Tee nicht bitter wird, kann er auch länger in der Kanne bleiben und noch ein zweites mal aufgebrüht werden.
Autor: Stefan A. Böttcher, sab[ät]keepwebsimple.de
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