Di 26 Jun 2007
Die PISA-Studien, durchgeführt in den Jahren 2000, 2003 und 2006 haben allerorts ein großes Medienecho hinterlassen.
Etwas weniger beachtet wurde dabei die Sonderstudie „Where Immigrant Students Succeed – a comparative Review of Performance and Engagement from PISA“ (auf Deutsch: „Wo haben Schüler mit Migrationshintergrund die größten Erfolgschancen? Eine vergleichende Analyse von Leistung und Engagement in PISA 2003).
Hier wurde untersucht, inwieweit sich die Leistungen Schüler mit Migrantenhintergrund in Schulsystemen mit den Leistungen von einheimischen Schülern angleichen. Die Annahme, es bestünde ein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Verhältnis von Migrantenschülern und Schülern mit einheimischen Hintergrund und den schulischen Leistungen, konnte nicht bestätigt werden.
Die Annahme, dass sich ein hohes Zuwanderungsniveau auf die Ingetration negativ auswirken würde, konnte nicht bestätigt werden. Die Erfolgsaussichten für Schüler aus Migratenfamilien sind, zumindest was Deutschland betrifft, sehr gering.
Von 17 untersuchten Staaten erreichte Deutschland die geringsten Potentiale bei er Integration von Migrantenschülern. Dies läge, so die Studie weiter, nicht an der Lernbreitschaft und der positiven Einstellung der getesteten Schüler. Im Durchschnitt erreichten Migrantenkinder in Deutschland 70 Punkte weniger als einheimische Schüler.
In Ostdeutschland zeigte sich dieses Ergebnis nicht, Ostdeutsche Schüler mit Migrantenhintergrund erreichten in einigen Bundesländern das gleiche Ergebnis wie andere Schüler, in Thüringen schnitten sie sogar besser ab. Am schlechtesten schnitten deutsche Migrantenkinder der zweiten Generation ab.
Nicht nur dieses erschreckende Ergebnis hat hierzulande zu vielen Diskussionen über Leistungen deutscher Schüler und neuen Fragen bezüglich unseres Schulsystems geführt. Nachhilfelehrer und Nachhilfeinstitute haben viel neuen Zulauf bekommen. 2009 soll die nächste PISA-Studie durchgeführt werden, die zeigen wird, ob das Bildungsniveau unserer Schüler sich weiterentwickelt oder stagniert.
Andreas Mettler
presse@kindex.de
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