Das ist individuell zu entscheiden. Meistens ist es sinnvoll, mit dem Lehrer des entsprechenden Faches oder mit dem Klassenlehrer Rücksprache zu halten. Die Lehrer können in der Regel immer am besten abschätzen, wo die Defizite liegen und ob und in welcher Form Lernförderung angebracht ist.

Abklären sollte man bei schlechten Noten auf jeden Fall, ob z.b. eine Lese- und Schreibschwäche oder eine Rechenschwäche der Grund für schlechte Noten ist. Kinder die davon betroffen sind, sollten speziell gefördert werden. Gerade bei Grundschulkindern sollte auch überprüft werden, ob vielleicht eine Sehschwäche vorliegt, die es dem Kind unmöglich macht, dem Unterricht zu folgen. Kinder, die versäumtes oder Nichtverstandenes nachholen sollen, sind in der Regel verunsichert und oft regelrecht blockiert.

Daher ist es wesentlich, dass der Nachhilfelehrer erst einmal eine Atmosphäre des Vertrauens schafft. Erst dann traut sich das Kind nachzufragen, ist für das Lernpensum aufnahmebereit, nur dann hat Nachhilfe einen Sinn, hat ein Kind ein generelles Problem damit, den Leistungsanforderungen in der Schule zu genügen, sollte man im Sinne des Kindes gemeinsam mit dem Klassenlehrer überlegen, ob eine andere Schulform geeigneter für das Kind wäre.

Häufig sind diese schlechten Noten jedoch mehr Demotivation als der wirkliche Leistungsspiegel. Auch im wohlhabenden Deutschland gibt es nach wie vor zahlreiche Lehrerinnen und Lehrer, welche ihre Hausaufgaben in den Fächern Didaktik und Methodik nicht gemacht haben und deren Unterricht dementsprechend aussieht. Es geht hier nicht nur darum, dass sie ihren Stoff nicht richtig vermitteln, sondern häufig ist der Unterricht auch so langweilig, dass es selbst dem Konzentriertesten nicht gelingt aufzupassen.

winnerexma@gmx.de

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