Der Eigenwert des Kindes war Dr. Montessori besonders wichtig und deshalb glaubte sie auch daran. Des weiteren wird die Montessorimethode auch oftmals als eine Philosophie beschrieben, in der das Kind und seine Individualität in den Mittelpunkt gestellt werden. In der Montessoripraxis sind Vergleiche mit traditionellen Standardnormen nicht erwünscht.

Befürworter des Montessori Prinzips sind eher der Meinung, dass Kinder ohne Behinderung und Kritik lernen sollten, also frei. Belohnungen und ebenso Strafen seien für die innere Einstellung des Menschen schädlich, denn Kinder wollen ganz alleine aus ihrer eigenen Motivation heraus lernen. Ein Grund dabei ist auch, dass sie gern wie die Erwachsenen sein wollen und ihnen aus diesem Grunde nach eifern.

Die Montessori Pädagogik richtet sich somit vor allem auf die Bedürfnisse, Begabungen und Talente eines jeden einzelnen Kindes. Von Montessori Pädagogen wird die Meinung vertreten, dass es für die Kinder am besten ist, wenn sie in ihrem eigenen Rhythmus und in ihrer eigenen Art und Weise lernen können. Selbständig können die Kinder das Thema, Tempo und auch die Wiederholung der Lektionen wiederholen.

Die natürliche Freude des Kindes am Lernen soll gepflegt werden und steht auch als Leitmotiv dieser Methode. Es ist wichtig, die Freude des Kindes am Lernen mit Achtung und Respekt zu unterstützen, denn dies führt zu einer in sich ruhenden und ausgeglichenen Persönlichkeitsentwicklung. Das Gelernte wird am besten verinnerlicht, in dem die Kinder ihrem eigenen Rhythmus folgend lernen und dadurch Selbständigkeit und Selbstvertrauen erleben. Unterstützt wird die Selbständigkeit durch die Arbeiten des täglichen Lebens, somit gewinnen die Kinder Fertigkeiten, die ihre Anwendung direkt im praktischen Leben finden.

Torsten Maue
torsten.maue@gmail.com

<



Diese Artikel könnten ebensfalls interessant sein: