Das wir Eltern für unsere Kinder aufkommen - ist ganz selbstverständlich.

Warum sollte dies nicht auch anderes herum funktionieren?

In den letzten Tagen wurde recht boshaft darüber diskutiert, ob es denn wirklich den Kindern zuzumuten ist, für ihre arbeitslosen Eltern aufzukommen. Selbstverständlich sprechen wir hier “nur” von Kindern, denen dies auch finanziell möglich wäre.

Das Geschrei darüber kommt aus verschiedenen Ecken der Politiker.

Was wäre eigentlich so daran so schlimm, wenn gutverdienende Kinder ihren Eltern in der Not unter die Arme greifen würden? Das war doch früher auch immer so. Ausserdem haben unsere Eltern nicht auch jahrelang für uns gesorgt?

Früher war das ganz normal, wenn die Eltern bei ihren Kindern wohnten und von diesen auch versorgt wurden. Damals gab es eine Gemeinschaft zwischen Alten und Jungen.

Leider ist dies heute wohl überholt. Den Kindern wäre so etwas nicht mehr zumutbar, arumentieren die Gegner. Aber ist das wirklich ein Argument? Wenn die Eltern nun so argumentieren würden - uns ist es nicht mehr zuzumuten für unsere Kinder aufzukommen? Jeder würde sich an den Kopf fassen.

Selbstverständlich verlangt niemand von einem Kind, das selbst gerade sein Leben finanzieren kann, auch noch für die Eltern zu sorgen. Aber es gibt genug gutverdienende Kinder, die ihre Eltern von der Stütze leben lassen.

Was dabei zumutbar ist und wo die Grenzen dieser Hilfe liegen, müsste noch geklärt werden. Aber ein kleines Dankeschön, dafür das die Eltern Tag und Nacht - über Jahre hinweg - sich um ihre Kinder gesorgt haben, scheint mir angebracht.

Aber dies ist meine Meinung und das muss nicht jeder so sehen.

 

Birgit Lorz      lorz @ gmx.de

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