Niemand kennt den persönlichen Vorsorgebedarf besser als sie selbst!
In der Analyse dieses Bedarfs ist eine gewisse Systematik notwendig, um Risiken abzuwiegen.
Von Versicherungsgesellschaften wurden in neue Tarifmodelle bereits
aktuelle Gegebenheiten wie Berufsunfähigkeitsstatistiken und Sterbetafeln eingearbeitet.
Diese sind größtenteils so flexibel entworfen, dass sich viele verschiedene Bedarfsmöglichkeiten abdecken lassen, woraus jedoch auch eine Schwierigkeit folgt: Ein Vergleich der Angebotenen Leistungen wird erschwert
Ausschlaggebend bei der Wahl einer Versicherung ist, ob diese ihren individuellen Versicherungsbedarf befriedigt und wie flexibel sie mit sich verändernden Rahmenbedingungen umgeht.
Bei einer reinen Risikoversicherung ist es sicherlich sinnvoll, eine preiswerte Direktversicherung zu bevorzugen.

Geht es jedoch um die Planung von  komplizierten Versorgungsmodellen, gewinnt die Beratung durch kompetente Fachleute zunehmend an Bedeutung, um den unübersichtlichen Versicherungsmarkt analysieren zu können.

Es ist oft auch durchaus sinnvoll, ein Versorgungskonzept aus den Angeboten mehrerer Versicherer zusammenzustellen.
Die Hilfe durch einen Versicherungsmakler ist hierbei angemessen, da dieser durch das Gesetz dazu verpflichtet ist nach „best advice” zu beraten.
Trotzdem sollte bei einer solchen Beratung sichergestellt sein, dass der Versicherungsmakler über eine ausreichend hohe Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung hat.

Grundsätzlich setzt private Altersvorsorge durch Ver­sicherungen immer die folgen­den drei Fragen voraus:

1. Muss ich das Risiko versichern?

2. Wie hoch ist mein Bedarf jetzt?

3. Wie hoch wird sich der Bedarf zukünftig entwickeln?

Sind diese Fragen geklärt, sollte ein Preisvergleich in die Planung einbezogen werden.
Ferner sollte die individuelle Wertigkeit folgender versicherungs­technischen Details festgestellt werden:

  • Wie hoch ist zur Zeit der gesetzliche Anspruch?
  • Welche sonstigen Einkünfte existieren? (zum Beispiel eine betriebliche Altersvorsorge)
  • Kann ich mir auch dann, wenn ich heute Berufs- bzw. erwerbs­unfähig werde, z. B. für die Altersvorsorge/Rente noch Vermögens­werte schaffen?

Peter Lehmann - peterleh(@)arcor.de

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