Anlage als Tagesgeld

Die Anlage als Tagesgeld empfiehlt sich für größere Geldsummen, die schnell verfügbar sein müssen. Das Geld wird dabei kurz “geparkt”, kann aber auch einen längeren Zeitraum auf dem Tagesgeldkonto angelegt werden und Zinsen erwirtschaften. Die Konditionen sind gegenüber dem Girokonto weitaus attraktiver. Bis zu 4 Prozent und mehr zahlen vor allem Direktbanken ihren Tagesgeld-Kunden für Einlagen ab 1 Euro. Zum Vergleich: Das Girokonto bietet auch die tägliche Verfügbarkeit des Geldes, aber höchstens 0,5 Prozent. Im Normalfall werden Gelder auf einem Girokonto nicht verzinst.

Bei der Anlage als Tagesgeld profitiert der Anleger auch vom Zinseszins-Effekt. Dabei werden die Zinsen, die meist vierteljährlich überwiesen werden, gemeinsam mit dem Kapital verzinst. Einige Banken überweisen die Guthabenszinsen auch monatlich, was den Zinseszinseffekt noch interessanter macht. Damit erzielt der Anleger einfach so bis zu 0,1 Prozent mehr Rendite.

Die Eröffnung des Tagesgeldkontos findet heute meist über das Internet oder per Telefon statt. Die Unterlagen kommen mit der Post. Das Geld ist schnell vom Girokonto auf das Tagesgeldkonto überwiesen. Genauso schnell geht auch der Abruf: direkt per Internet-Banking oder per Telefon. Bereits am nächsten Banktag steht das Geld wieder auf dem Girokonto des Anlegers zur Verfügung. Diese einfache Abwicklung macht die Anlage als Tagesgeld zu einer der beliebtesten Geldanlagen in Deutschland. Kosten fallen in der Regel keine an, da die Kontoführung preisfrei angeboten wird.

Die Guthabenszinsen beim Girokonto sind keine Festkonditionen. Sie können sich dadurch täglich ändern. In der Praxis halten viele Banken den Tagesgeld-Zinssatz aber über einen sehr langen Zeitraum konstant auf einem hohen Niveau. “Zinsjäger” profitieren dabei auch von Sonderangeboten für Neukunden, die bei der erstmaligen Kontoeröffnung meist einen Zinsbonus erhalten. Der Vergleich von Tagesgeldkonditionen im Internet ist vor der Anlage-Eöffnung immer empfehlenswert.