Geldanlage und Kapitalanlage

Der legendäre Andre Kostolany wurde für seine pointierten Ratschläge für alle, die sich Aktien als Kapitalanlage erkoren hatten, berühmt. Sehr vereinfacht besagten seine zwei wichtigsten Grundsätze, dass nur eigenes Geld, welches für nichts anderes gebraucht würde, in Aktien angelegt werden sollte und man solle, sobald man Aktien als Geldanlage erworben habe, diese für die nächsten 30 Jahre vergessen.

Das Thema Aktien als Kapitalanlage wird von diesen beiden Regeln, die oberflächlich betrachtet, recht naiv wirken, umfassend beschrieben. Die Geldanlage Aktie kann hiermit ganz praktisch realisiert werden. Die Börsengeschichte zeigt, dass Aktien in der langfristigen Perspektive für die Kapitalanlage einen soliden Ertrag durch Wertsteigerung, also Kursgewinne einbringen können, der durch Gewinnausschüttungen zusätzlichen Gewinn abwirft. Vorausgesetzt werden muss hierbei, dass die Geldanlage nicht kurzfristig, also spekulativ erfolgt. Denn hierbei fallen für Käufe und Verkäufe Gebühren an, die nur von zusätzlichen, also oft unwahrscheinlich hohen Gewinnen gedeckt werden müssen.

Werden diese Regeln bereits beim Aktienkauf beherzigt, wird sich dies am Portfolio ablesen lassen. Dann wird die Streuung auf verschiedene Unternehmen der unterschiedlichen Branchen stimmen. Die Geldanlage wird sich also weder auf eine Branche, noch auf einen bestimmten Wert ( ein Unternehmen ) konzentrieren.

Diese Regel kann über Teilmärkte im Sinne von regional, national hinaus auf globale Dimensionen ausgedehnt werden. Um dem Laien diese Auswahl abzunehmen, haben sich die verschiedensten Aktienfonds gebildet. Leider können diese Fonds noch nicht über eine Generationenübergreifende Geschichte zurückblicken und es ist zu berücksichtigen, dass sich die Verwaltung dieser Fonds nicht nur zu einem zusätzlichen Kostenfaktor entwickeln können, sondern viel Vertrauen erfordern, das die Kapitalanlage grundsätzlich nicht sicherer macht. Prinzipiell wird sich eine werthaltige Geldanlage auch nicht zur Gänze auf Aktien beziehen.

Eine klassische Aufteilung eines Vermögens kann immer noch die Dreiteilige darstellen. Hierbei wird eine Kapitalanlage zu je einem Teil in Immobilen, Aktien und Wertgegenständen (früher vor allem Gold) vorgenommen.

Der Aktie ist es in ihrer Geschichte gelungen, Inflationsverluste auszugleichen, vor allem, weil man mit ihrem Besitz an der unternehmerischen Wertschöpfung Teil hat.

Autor: Thomas A.Mücke

Thomas.Muecke@googlemail.com