Di 26 Jun 2007
Das Leben wird immer teurer. Die Regierung wird nicht müde die Steuersätze und Lebenshaltungskosten immer weiter zu erhöhen, sodass am Ende des Monats immer weniger Geld übrigbleibt. Um sich trotzdem eine größere Anschaffung wie eine Küche oder ein neues Auto leisten zu können, greifen immer mehr Menschen zu einem Ratenkredit. Er bietet die Möglichkeit einen höheren Geldbedarf schnell abzudecken.
Doch worauf sollte man bei einem solchen Kredit achten, wo verstecken sich eventuell Stolpersteine in den Fußnoten der Verträge und für wen sind diese Kredite überhaupt geeignet?
Generell gilt: Ob man einen Ratenkredit braucht oder die Möglichkeit hat einen abzuschließen hängt von der persönlichen finanziellen Situation ab. Die meisten Banken stellen strikte Anforderungen an die Vergabe von Krediten. Sobald man eines der verlangten Kriterien nicht erfüllt, hat man in der Regel keine Chance auf Geld von der Bank. Jeder der einen solchen Ratenkredit beantragt muss volljährig sein und in Deutschland wohnen sowie über regelmäßige Einkünfte verfügen. Hinzu kommt, dass kein negativer Schufa-Eintrag vorhanden sein darf und man das Darlehen auch aus eigenen Mitteln finanzieren können muss. Zudem muss in der Regel ein Girokonto und ein Ausweisdokument vorhanden sein. Falls man die geforderten Kriterien nicht erfüllen kann, so ist es möglich einen zweiten Kreditnehmer der diese erfüllen kann mit in den Vertrag aufzunehmen.
Bei Abschluss eines Vertrages gibt es verschiedene Eigenschaften, auf die man unbedingt achten sollte. Dabei sind vor allem die Zinshöhe und die Gesamtlaufzeit entscheidend. Als Faustregel gilt: Je kürzer die Laufzeit, umso niedriger der Zins. Manchmal gelten die in der Werbung angebotenen Tarife aber nicht für jedermann, sodass man erst nach einem verbindlichen Angebot genau weiß, was die Bank berechnet. Falls man eventuell vorhat einen größeren Teil des Kredites auf einen Schlag zu begleichen, sollte man sich informieren ob die Bank eine anteilige Zinsrechnung vornimmt. Ansonsten bringt eine Sondertilgung keine Ersparnis, da man auf die ursprüngliche Kreditsumme Zinsen zahlen muss. Falls man den Vertrag kündigen will, kann man nach Ablauf der ersten sechs Monate jederzeit mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten aussteigen.
Außerdem gilt: Ein Kreditvertrag kann innerhalb der ersten vierzehn Tage jederzeit widerrufen werden, das gilt sogar dann, wenn man das Geld schon an den Händler weitergegeben hat. Im Zweifelsfall muss sich die Bank das Geld dann selbst vom Händler zurückholen. Es besteht also kein Grund zur Panik, falls man im Kaufrausch vorschnell einen Kredit abgeschlossen hat.
Um sich genauer über die verschiedenen Ratenkredite zu informieren, kann man im Internet spezielle Ratgeberseiten suchen, die sich auf den Vergleich spezialisiert haben. Dort kann man dann nach den Kriterien Laufzeit, monatliche Raten sowie Effektiv- und Nominalzins die verschiedenen Angebote miteinander vergleichen, um einen passenden Kredit zu finden.
Tobias Röver
tobberich@web.de
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