Portfoliodiversifizierung durch geschlossene Fonds

Ein Sparbuch haben Sie schon? Anleihen und Aktien sind für Sie kein Fremdwort? Lebensversicherung und eigene Immobilie runden Altersvorsorge ab? Wenn Sie jetzt immer noch Geld übrig haben und nach einer Anlagealternative suchen sollten Sie diesen Artikel lesen.

Oberstes Gebot für eine sichere Anlage seines Vermögens ist die Streuung auf verschiedene Vermögenwerte. Wichtig dabei ist, das die Werte der einzelnen Anlagen möglichst unabhängig voneinander sind. Dies nennt man das Prinzip der Portfoliodiversifizierung. Wer um die Jahrtausendwende all sein Vermögen in Aktien des Neuen Markts gesteckt hatte sah wahrscheinlich ziemlich Alt aus, als die Spekulationsblase platzte. Glücklich war wahrscheinlich eher der Anleger, der nur mit einem kleinen Teil seines Vermögens auf den Neuen Markt spekuliert hatte und den Rest in andere Anlageformen angelegt hatte.

Um auf den Punkt zu kommen: Wie streut man sein Vermögen noch weiter, wenn man schon Festgelder, Anleihen, Aktien, Lebensversicherung und Eigenheim besitzt? Eine Möglichkeit dafür bieten geschlossene Fonds.

Beispiel1: Schiffsfonds und Schiffsbeteiligungen. Der Welthandel nimmt stetig zu. Asien mit seinem Heißhunger nach Rohstoffen und seinen enormen Exporten spielt dabei ein wichtige Rolle. Der Handellschifffahrt ist es ziemlich egal, ob Dax, Dow Jones und Co. steigen, fallen oder gar nichts machen. Auch von Wertschwankungen an den Immobilienmärkten ist die Schifffahrt nicht betroffen. Daher können Anleger mit der Beteiligungen an einem Schiff ihr Portfolio nochmals diversifizieren. Ein geschlossener Schiffsfonds investiert dabei in den Erwerb oder Neubau eines Handelsschiffes und schüttet die Überschüsse aus den laufenden Erträgen an die Kapitalanleger aus. Hinzu kommt bei dieser Art von geschlossenen Fonds noch ein Vorteil durch die Tonnagebesteuerung.

Beispiel 2: Geschlossene Fonds, die Bioenergie-Projekte und Regenerative Energien investieren. Zum Beispiel gibt es Projekte deren Ziel es ist große Offshore-Windparks zu errichten. Zur Finanzierung werden Anlegergelder eingesammelt. Der erzeugte Strom durch die Windräder wird in die öffentlichen Netze der regionalen Energieversorger eingespeist und nach EEG mit festgelegten Sätzen über einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren vergütet. Die gesetzlich geregelten Vergütungen sind derzeit relativ lukrativ und so kommt es, dass sich mit Windparks gute Renditen erzielen. Und da der Wind und die Nachfrage nach Strom ebenfalls nicht mit Aktien, Anleihen oder Immobilien korreliert sind, ist auch dies ein Möglichkeit zur Portfoliodiversifizierung.

Die Theorie ist schön und gut, aber zu beachten ist bei der Anlage in geschlossenen Fonds noch, dass es sich nicht um standardisierte Kapitalanlagen handelt, die von staatlicher Stelle überwacht werden. Der Erklärungs- und Beratungsbedarf bei solchen Kapitalanlagen ist groß und die konkreten Angebote sollten vor der Anlage genau geprüft werden.

Autor: B. Russin
Email: kontakt@kapitalanlage-schiffsbeteiligung.de