Wenn Anleger zum ersten Mal vor der Frage stehen, in welche Art von Fonds sie investieren sollen, stellt sich den meisten die Frage: Aktienfonds oder Rentenfonds?

Obwohl es zig andere Kategorien von Fonds gibt, sind diese beiden wohl die bekanntesten Arten.

Die Frage, in welche Kategorie von Fonds investiert werden soll, lässt sich dabei aber nicht pauschal beantworten und hängt von verschiedenen Faktoren ab: geht es um Altersvorsorge oder um Vermögensaufbau, ist der Anleger jung oder bereits älter, sind die Fonds nur ein Bestandteil seiner Anlagestrategie oder hat er keine weiteren Mittel, um auch in andere Formen der Geldanlage zu investieren?

In der Regel bilden Aktienfonds die Basis eines jeden Fondsdepots. Ihr prozentualer Anteil am Gesamtportfolio hängt allerdings vom Alter und der Risikoeinstellung des Anlegers ab. Dabei kann gesagt werden: je älter der Anleger und je geringer seine Risikobereitschaft, desto niedriger sollte der Anteil an Aktienfonds im Depot sein.

Für Rentenfonds gilt genau das Gegenteil. Da sie im Depot eine Sicherheit gegen eventuelle Kursverluste der Aktienfonds bieten sollen, gilt hier: je älter der Anleger und je geringer seine Risikobereitschaft, desto höher der Anteil an Rentenfonds.

Bei der Auswahl von Aktienfonds oder Rentenfonds sollte auf zwei wesentliche Punkte geachtet werden: Zum einen die Wertentwicklung in den letzten Jahren und zum anderen ein möglichst geringer Ausgabeaufschlag. Die Wertentwicklung eines Fonds in der Vergangenheit lässt Rückschlüsse auf die Qualität des Fonds zu und bietet dem Anleger neben die beste Vergleichsmöglichkeit, ob der Fonds für seine Zwecke taugt oder nicht.
Der Ausgabeaufschlag ist quasi die Vermittlungsprovision, die die Fondsgesellschaft den Banken und Vermittlern zahlt. Hier sollte der Anleger darauf achten, dass der Ausgabeaufschlag entweder reduziert ist oder ganz entfällt. Das gilt besonders für Rentenfonds, bei denen aufgrund der niedrigeren erzielbaren Rendite ein hoher Ausgabeaufschlag besonders auf das Gesamtergebnis drückt.

Viele Direktbroker und Fondsvermittler bieten mittlerweile Depots und Fondskonten an, über die der Anleger den Großteil aller Fonds mit reduziertem oder gänzlich ohne Ausgabeaufschlag erhält.

 

Daniel Franke      daniel_franke @ web.de

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