Schiffsfonds – steuerliche Grundlagen

Die Gesellschaft, die den Schiffsfonds aufgelegt hat, ermittelt auch das steuerliche Ergebnis und verteilt es rechnerisch auf die verschiedenen Anleger.Die Gesellschafter sind im Rahmen ihrer Einkommensteuer für die Gewinneinkünfte steuerpflichtig, nicht aber das Unternehmen.

Hierbei ist das steuerliche Ergebnis von der Höhe der Ausschüttung völlig unabhängig. Nimmt die Gesellschaft nachhaltig und selbständig am wirtschaftlichen Verkehr teil und trägt auch das Kostenrisiko aus dem Schiffsbetrieb, erzielen die Gesellschaften der Schiffsfonds Einkünfte.

Der steuerliche Gewinn kann von der Fondsgesellschaft pauschal nach der Nettoraumzahl des Schiffes ermittelt werden. Die pauschalierte Gewinnermittlung erfolgt nach den Regelungen des § 5a EStG und wird Tonnagesteuer genannt. Voraussetzung hierfür ist, dass die Fondsgesellschaft einen entsprechenden Antrag gestellt hat, sich das Schiff im internationalen Verkehr bewegt, die Bereederung im Inland erfolgt, die Geschäftsleitung der Fondsgesellschaft ebenso ihren Sitz im Inland hat und das Schiff in ein deutsches Register eingetragen ist. Die Fondsgesellschaft ist an diesen Antrag dann zehn Jahre lang gebunden. Durch die Tonnagesteuer sind die Gewinne der Gesellschaft geringer und unabhängig von der tatsächlichen Gewinn- und Verlustsituation.

Für Personen, die Geld anlegen wollen, führt die Tonnagebesteuerung zu einem geringen steuerpflichtigen Gewinn aus der Beteiligung. Die Höhe, auf ein Jahr bezogen, beträgt 0,1 bis 0,4% auf das gezeichnete Kommanditkapital. Dies wiederum ist abhängig von der Nettoraumzahl des Schiffes und der Höhe des Gesellschaftskapitals. Der individuelle Steuersatz ist dann auf diesen Gewinn zu entrichten. Personen, die Geld anlegen wollen sollten hierbei wissen, dass mit der Tonnagesteuer spätere Gewinne aus dem Verkauf des Schiffes als abgegolten gelten.

Autor Elke Lohre

elke.lohre@onmeco.de