Wer heutzutage noch auf das klassische Sparbuch setzt hat es wirklich nicht gerade einfach. Zum einem muss er sich mit Kleckerzinsen die teilweise noch unterhalb der Zwei-Prozent-Marke liegen herumschlagen; und zum anderem ist er (auch wenn viele anderes annehmen würden) vollkommen unflexibel mit seinem Ersparten. Wer nämlich von einem Sparbuch monatlich Beträge über einem bestimmten Limit (es liegt meistens bei etwa 2000 Euro) abheben möchte, muss mit Zinsverlusten rechnen. Angesichts des wesentlich attraktiveren Tagesgeldkontos, machen diese Nachteile das Sparbuch zum Schnee von gestern.

Bei einem Tagesgeldkonto hat der Sparer nämlich ganz erheblich höhere Zinsen. Gerade wenn es den Banken um Kundengewinnung geht, locken sie gerne mit Zinssätzen von teilweise über vier Prozent und zusätzlich interessanten Prämien wie Tankgutscheine, Startguthaben oder Wertpapiere. Weiterhin hat der Sparer beim Tagesgeld den Vorteil, dass er jederzeit frei und ohne irgendwelche Einbußen über seine Ersparnisse verfügen kann. Insgesamt ist das Tagesgeldkonto daher in allen Punkten einem Sparbuch vorzuziehen.

Die hohen Zinsen haben allerdings auch einen kleinen Harken. Meistens gelten sie nur über eine bestimmte Zeitspanne nach der Kontoeröffnung (oft sechs oder zwölf Monate). Danach wird die Verzinsung dann auf ein für die Bank lohnendes Niveau abgesenkt. Aber selbst dann liegt sie in der Regel noch weit über der eines Sparbuches. Wer von diesem Umstand maximal profitieren möchte, kann auch regelmäßig die Bank wechseln und das so genannte “Zinshopping” betrieben. Hierbei versucht der Sparer immer bei der Bank mit dem derzeit höchsten Zinssatz zu bleiben und nimmt nebenbei viele interessante Prämien mit.

Wer sich für ein Tagesgeldkonto interessiert, sollte am besten im Internet einen Tagesgeldvergleich anstellen. So kann man am schnellsten feststellen wo man die besten Tagesgeldzinsen und nützlichsten Prämien abstauben kann.

Fabian Brakemeier
FBrakemeier@web.de

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