Tagesgeldkonten – Zinsen

Für alle die Aktienspekulation zu riskant und ein traditionelles Sparbuch zu langweilig finden haben sich Tagesgeldkonten inzwischen als Alternative auf dem Markt etabliert. Sie verbinden einen relativ hohen Zinssatz mit der ständigen Verfügbarkeit des Geldes und sind somit auch für kleinere Vermögen ein lohnenswertes Anlagegeschäft.

Doch nicht alles ist Gold was da glänzt: Zum einen versuchen die Banken  den Verbraucher mit Lockangeboten zu ködern. Dafür werden zu Werbezwecken die Zinsen überdurchschnittlich erhöht um dann nach einer gewissen Zeit wieder auf Normalniveau abzusinken. Andere Angebote machen die Höhe des Zinssatzes von der Höhe des Anlagebetrages abhängig: die sogenannte Zinstreppe. Hier unterscheiden sich die verschiedenen Banken jedoch stark, sodass auf jeden Fall ein gezielter Vergleich notwendig ist. Bei Zinshöhen von 3-4% ist auf jeden Fall auch ein kleiner Seitenblick auf den Sparerfreibetrag angebracht.

Dieser ist in den letzten Jahren immer weiter gesenkt wurden. Bis 1999 betrug er noch rund 3.000 Euro, in den letzten Jahren wurde er jedoch sukzessive verringert auf aktuell 750 Euro.  Inklusive der Werbungskostenpauschale beträgt er deshalb derzeit 801 Euro. Deshalb sollte man diesen bei der Verzinsung unbedingt geltend machen um dem Staat keine unnötigen Geldgeschenke zu machen.

Die Vorzüge von Tagesgeldkonten sprechen trotzdem für sich. Zum einen sind sie in der Regel komplett kostenlos da Direktbanken auf ein teueres Filialsystem verzichten und die Geschäfte mit dem Kunden meist ausschließlich über Telefon oder Internet abwickeln. Auch deshalb kann man das Geld nicht direkt auf dem Tagesgeldkonto deponieren sondern muss einen kleinen Umweg über ein sogenanntes Referenzkonto nehmen.

Dieses  Konto kann ein normales Girokonto sein und muss bei der Direktbank als Referenz angegeben werden. Alle Transaktionen werden dann über dieses Konto abgewickelt. Also auch wenn man wieder an sein Erspartes herankommen möchte muss es erst wieder auf dieses Konto transferiert werden.

Die Eröffnung eines neuen Kontos gestaltet sich bei den meisten Banken denkbar einfach. Entweder anrufen oder im Internet anmelden, dann Formulare zuschicken lassen, diese vollständig ausfüllen und damit zur nächsten Postfiliale gehen. Dort die Formulare abgeben und zwecks Identitätsprüfung mittels PostIdent den Personalausweis vorlegen. Das Konto wird dann wie erwähnt bequem per Telefon oder Internet geführt.

Um jedoch das Konto mit den besten Konditionen ausfindig zu machen sollte man genau vergleichen. Dafür bieten sich unter anderem spezielle Seiten im Internet die sich auf den dieser Art von Konten spezialisiert haben und einen übersichtlichen Vergleich ermöglichen.
Tobias Röver
tobberich[at]web.de