Ich hatte neulich einen Traum,
saß mitten auf dem Apfelbaum,
der in unsrem Garten steht
und hab’ an meinen Ast gesägt.

Nun ist das ziemlich wunderlich,
und wer das hört der wundert sich,
denn wer an seinem Aste sägt,
hat den Verstand beiseit’ gelegt.

Da kam ein Vogel angeflogen
Mit bunten Federn angezogen.
Der setzt sich zu mir auf den Baum
Und beginnt mich ernstlich anzuschaun.

Was will der Vogel, denk ich so
Da sagt der Vogel: Mensch, Hallo!
Vor Schreck wär’ ich fast abgestürzt,
und hätt’ mein Leben abgekürzt.

Doch im letzten Augenblick
zieh’ ich mich zum Ast zurück
und frag den Vogel: Kann das sein,
du kannst sprechen ganz allein?

Der Vogel nickt, das heisst wohl Ja,
Ich sage: Wo du jetzt schon da,
sag, was ist denn dein Begehr?
Ich helf’ dir gerne, bitte sehr.

Der Vogel lacht und sagt mir weise
Lieber Mensch, sei du mal leise,
Hilfe brauchst nur du, nicht ich,
du bist dir selber hinderlich.

Du sägst an deinem eignen Ast,
rennst im Leben ohne Rast,
schaust nicht nach links und nicht nach rechts
und hast im Sinn so manches Schlechts.

Glaubst du, Gott kann das gefallen?
auch dein Leben hier wird einst verfallen
du stehst dann vor des Schöpfers Thron
und er fragt dich dann nach seinem Sohn.
Hast Du Jesus angenommen?
ihn zu Lebzeit’ lieb gewonnen?
Warst du FÜR ihn oder nicht,
wähltest du dunkel oder Licht?

Noch kannst du dich hier entscheiden,
wo möchtest du in Ew’gkeit bleiben?
Treffe doch die gute Wahl
Vertraue doch dem Sohn einmal.

Und dann flog der Vogel weg,
ließ mich zurück auf meinem Fleck.
Und ich hab’ es nie vergessen,
wie ich einst auf diesem Baum gesessen.

 

Eine Sammlung weiterer Gedichte, z.B. Weihnachtsgedichte sind zu finden auf der Seite für christliche Gedichte, wo auch eigene Texte eingereicht werden können. Eckart Haase

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