Die Herstellung von kolloidalem Silber

In letzter Zeit gelangt eine altbekannte Flüssigkeit wieder zunehmend an Beliebtheit: Kolloidales Silber. Kolloidales Silber ist eine Flüssigkeit (genauer gesagt: Suspension) aus destilliertem Wasser und winzig kleinen Partikeln aus hochreinen Silber. Sichtbar gemacht werden können solche Kolloide aufgrund ihrer winzigen Größe (etwa 1 bis 100 Nanometer, das ist noch wesentlich kleiner als ein Blutkörperchen) nur mit komplizierten technischen Geräten. Ein einfaches Lichtmikroskop reicht dazu nicht aus.

Aber wie kann man kolloidales Silber herstellen?

Zur Herstellung gibt es mehrere Verfahren. Silber kann mechanisch in Kolloidmühlen gemahlen werden und anschließend mit Wasser vermischt werden, durch chemische Verfahren gewonnen werden (Reduktion von Silbersalzen) oder mittels elektrischer Geräte (einem sog. Silbergenerator ) hergestellt werden.

Für den Privatanwender hat sich heute in erster Linie die Herstellung durch Silbergeneratoren bewährt. Sie sind meist besonders einfach zu handhaben und erzeugen schnell ein qualitativ hochwertiges Silberkolloid.

Erhältlich sind Silbergeneratoren in allen Preisklassen. Verkauft werden Einfachstkonstrukte mit zweifelhafter Funktion ab 15€ und Geräte mit mehreren Messeinrichtungen für über 500€.

Abstand nehmen sollte man von selbstgebauten „Geräten“ (zusammengesteckte Batterien o.ä.) und bei Auktionshäusern angebotene Geräten. Diese sind meist von Hobby-Bastlern konstruiert und von zweifelhafter Qualität (Stichwort: Brandgefahr!).

Für den Hausgebrauch empfohlen werden können sind Geräte in der Preisklasse um 100€ wie z.B. der SilverMaker Easy, der im Silbergenerator-Shop für knapp 100€ mit reichlich Zubehör in einem nützlichen Einsteiger-Set angeboten wird.

Zwar enthalten Geräte zum Preis von über 500€ meist viel technische Spielereien (integrierte Rührstäbe, Heizplatten etc.), die Qualität des Silberwassers wird jedoch kaum beeinflusst. Es bleibt damit jedem selbst überlassen, ob einem solche „Zusatzfunktionen“ einen so hohen Preis wert sind.

Autor: Jürgen Jülke     mail:jj@kolloidales-silber.at