Mi 11 Okt 2006
In der heutigen Zeit ist es kaum vorstellbar, das man einen Tag verbringt, an dem man nicht auf irgendeine Weise mit Alkohol konfrontiert wird. Über alle Medien wird das Leben unter Alkohol angepriesen und so dargestellt, als wenn man ohne Alkohol nicht mehr leben könnte.
Regelmäßiger Alkoholkonsum birgt eine große Gefahr der Abhängigkeit. Die Schwelle vom “mal ein Glas trinken” zum Alkoholiker ist schleichend und wird erst dann bemerkt, wenn man sie bereits überschritten hat. Viele Betroffene glauben, dass sie ihren Alkoholkonsum im Griff haben und sie ihn noch kontrollieren können. Einen Versuch, mal eine zeitlang keinen Alkohol zu konsumieren, machen allerdings die wenigsten Menschen, weil sie im Unterbewusstsein schon erkannt haben, dass sie zu viel Alkohol trinken. Sie erfinden Ausreden, belügen sich selbst, weil sie sich nicht eingestehen wollen, zu einer Menschengruppe zu gehören, die in der Gesellschaft als Außenseiter und willenlose Menschen, angesehen wird.
Die Alkoholkrankheit macht aber vor keiner Gesellschaftsschicht halt. Jeden kann es treffen, egal wie er aufgewachsen ist, in welchem Beruf er arbeit oder wie sonst seine soziale Stellung ist.
Ein Leben ohne Alkohol wollen die meisten auch nicht führen. Lieber warten sie, bis der Alkohol ihr Leben völlig bestimmt und sie genau dem gesellschaftlichen Klischee des Alkoholikers entsprechen. Dann ist es aber sehr schwer, sich ein zufriedenes und nüchternes Leben wieder aufzubauen.
Alkoholismus ist nicht heilbar, sondern kann nur durch Nichttrinken zum Stillstand gebracht werden.
Karsten Wollbrück
Kontakt @ forum-alkoholiker . de
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