Do 28 Sep 2006
Naturtextilien sind Textilien, bei denen nach Möglichkeit in der Herstellung gänzlich auf Chemie verzichtet wird. Chemie kann im Zusammenhang mit Textilien an sehr vielen Stellen auftauchen.
So werden die fertigen Textilien oft mit Chemikalien ausgerüstet, damit diese knitterfrei sind oder sich leicht bügeln lassen. Beim Anbau von Baumwolle werden regelmäßig Chemikalien für den “Pflanzenschutz” eingesetzt und bei der Ernte von Baumwolle für das Entlauben der Baumwollpflanze. Aufgrund des fleißigen Chemikalieneinsatzes ist Baumwolle eine recht kritische Pflanze für die Herstellung von Naturtextilien. Besser ist da die Faserpflanze Hanf geeignet.
Aus dem Hanfsamen wächst in ca. 100 Tagen eine drei bis fünf Meter hohe einjährige Pflanze, die auch im konventionellen Anbau in der Regel ohne Pestizide und Herbizide auskommt.
Auch die Fasern können ohne chemische Mittel gewonnen werden, so dass man eine hervorragende Faser für das Spinnen und Weben von tollen Naturtextilien hat. Die Faser zeichnet sich durch eine hohe Reißfestigkeit aus, zudem kann die Faser größere Mengen an Feuchtigkeit aufnehmen als die Baumwolle.
Der Tragekomfort von Hemden oder T-Shirts aus Hanffasern ist exzellent. Bakterien mögen diese Umgebung nicht, so dass man auch bei starkem Schwitzen in Hanftextilien im Sommer nicht anfängt unangemessen zu riechen.
Hanftextilien sind also aller erste Wahl, wenn es um den Kauf von Naturtextilien geht.
Klaus-Martin Meyer
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