Selbst die Heilung mit beeinflussen?

Fachärzte für Orthopädie warnen schon seit längerer Zeit vor den verantwortungslosen Umgang vieler betroffener Patienten und Patientinnen, die wenig sorgend mit Krankheiten umgehen, ohne dabei auf die Risiken für die Zukunft zu achten, die sich zwangsläufig ergeben, wenn Patienten die nötigen Behandlungen und Verhaltensweise nicht einhalten.

Im Besonderen werden solche Warnungen von Seiten der Mediziner im Kontext mit Arthrose im Knie ausgesprochen. Denn hier lauern drastische Konsequenzen für die Betroffenen. Bei der Arthrose im Knie handelt es sich wie bei den anderen Formen der Arthrose um den nach und nach einsetzenden Abbau eines Gelenkes, der im Prinzip alle Menschen aus einfach Gründen des körperlichen Verschleißes wegen ereilt. Aber es gibt die Chance für potentielle Patienten, die Schwere, den Zeitpunkt und die Einschränkung durch die Arthrose selbst mitzubestimmen. So sind Fachärzte für Orthopädie heute davon überzeugt, dass eine bewusste Lebensweise und besonders auch gesunde Ernährung unmittelbar Einfluss auf den Ausbruch der Arthrose haben. So werden etwa stark übergewichtige Menschen weitaus schwerer und vor allem vergleichsweise früher von der Krankheit betroffen als normalgewichtige Menschen. Mittlerweile gibt es weit mehr als 200 verschiedene Therapie-Ansätze, die Leidenden Besserung versprechen. Zusammen mit dem behandelnden Arzt haben Patienten die Gelegenheit herauszufinden, welche Therapieform die Richtige für sie ist.

Oft können gerade im Anfangsstadium ergo- oder physiotherapeutische Anwendungen schon zur Linderung der oft sehr schmerzhaften Arthrose im Knie führen. In den wirklich schwerwiegenden Fällen kann oft jedoch nur noch die Gelenkprothese Heilung herbeiführen und den starken Schmerzen ein Ende setzen, damit der Patient oder die Patientin endlich wieder aktiv am Leben teilnehmen kann.

Autor Elke Lohre

elke.lohre@onmeco.de