Mi 21 Mrz 2007
In folgendem Artikel soll ein kurzer Überblick über die verschiedenen Arten des festsitzenden Zahnersatzes gegeben werden.
Unter die Kategorie „festsitzender Zahnersatz“ fallen Brücken, Kronen und Implantate, gefertigt entweder aus Metall, Keramik oder Kunststoff. Festsitzender Zahnersatz wird meist mit Spezialklebstoffen oder Zement und speziellen Haltevorrichtungen über die verbleibenden natürlichen Zähne fest im Mundraum fixiert, weshalb dieser nicht aus dem Mund genommen werden kann. Zu diesem Zweck müssen die Nachbarzähne beschliffen werden, damit ein optimaler Halt gewährleistet werden kann. Anschließend wird ein Abdruck genommen und an ein Dentallabor geschickt, wo Zahntechniker mit hohem Arbeitsaufwand feinhandwerklich den Zahnersatz herstellen. Der aufwändige Herstellungsprozess ist der Grund weshalb qualitativ hochwertiger Zahnersatz zum Teil sehr teuer ist und in der Regel den größten Teil der gesamten Behandlungskosten ausmacht.
Die größten Einsparpotentiale liegen daher in den Produktionskosten im Zahnlabor, weshalb die Produktion häufig in die sog. Billiglohnländer, wie China oder die Staaten des ehemaligen Ostblocks, verlagert wird. Doch auch bei im Inland gefertigten Zahnersatz ist es möglich viel Geld zu sparen, da die Preise je nach Zahnlabor teilweise erheblich variieren.
Wenn nur einzelne Zähne fehlen und die Nachbarzähne gesund sind und daher nicht beschliffen werden sollen empfiehlt sich ein Implantat. Ein Implantat besteht aus einem Titanstift, der als künstliche Zahnwurzel dient und einem Zwischenstück, auf das eine Zahnprothese, in der Regel aus Keramik, aufgebracht wird. Der speziell geschliffene Stift aus Titan, der später als Verankerung für die Zahnprothese dienen soll, wird dabei direkt in den Kieferknochen eingesetzt.
Nach ca. 3-8 Monaten ist die künstliche Zahnwurzel fest mit dem Kiefer verwachsen und die Zahnprothese kann aufgesetzt werden. Nach dem Einsetzen von Zahnimplantaten besteht die Möglichkeit, diese als Verankerung für weiteren Zahnersatz, wie z.B. Brücken, zu verwenden. Man spricht in diesem Zusammenhang von kombinierten Arbeiten.
Johannes Mohr, link.zahnegebot@web.de
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