Die schnelle Entwicklung des Mobilfunkes in Deutschland

Die Entwicklung des Mobilfunks begann bereits 1926 bei der Deutschen Reichsbahn und Deutschen Reichspost. Für Reisende der 1. Klasse auf der Zugstrecke Hamburg – Berlin wurde ein mobiler Telefondienst zur Verfügung gestellt.

Im Jahre 1952 entstand das erste Mobilfunk-Netz mit der Bezeichnung ‘A-Netz’. Das Telefonieren im A-Netz war damals allerdings alles andere als bequem und massentauglich. Ganze 16 Kilogramm wog das mobile Telefon und kostete rund 15.000,00 DM in der Anschaffung.

Kaum vorstellbar im Vergleich zum heutigen Komfort. Das A-Netz konnte aber nur mit Hilfe vieler Vermittler funktionieren. So waren rund 600 Vermittler rund um die Uhr damit beschäftigt, die Verbindungen zu verschiedenen Teilnehmern herzustellen.

1972 kam das sogenannte B-Netz auf den Markt. Das B-Netz löste das A-Netz ab und war gegenüber dem A-Netz schon allein deswegen im Vorteil, da die Dienste von Vermittlern nicht mehr erforderlich waren.

Genutzt wurde das B-Netz bis zum Jahr 1994.

Mit der Einführung des C-Netzes 1985 musste der Teilnehmer nicht mehr über die Zentrale telefonieren, sondern konnte auch direkt mit einer entsprechenden Vorwahlnummer innerhalb Deutschlands erreicht werden.

Mit der Einführung des C-Netzes war es fortan auch möglich Faxe und Daten zu übermitteln und zu empfangen.

Mit der zunehmenden Verbreitung sogenannter ‘Handtelefone’ wurde das C-Netz im Jahr 2000 zugunsten des GSM-Netzes ( Global System for Mobil Comunications) abgeschaltet.

Zum Start des GSM-Netzes erhielt nur die Deutsche Telekom eine Lizenz zur Nutzung. Mit der Öffnung des Mobilfunk-Marktes erhielten dann seinerzeit Mannesmann ( heute Vodafone ) und später auch E-Plus und o2 Lizenzen.

Das GSM-Netz ermöglicht die Nutzung zahlreicher Mobilfunk-Dienste. Beispielsweise gehören mittlerweile SMS (Short Message Service ) und MMS (Multimedia Message Service) zum Standard eines jeden Handys. Der WAP (Wireless Application Protocol) Zugang eines Handys ermöglicht eine einfache Verbindung vom Handy ins Internet.

S. Kleinmann
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