Prepaidsektor wächst stark

Prepaidsektor wächst stark Prepaidkarten, also vorausbezahlte Mobilfunk-SIM-Karten mit einem Guthaben zum Abtelefonieren haben für einen Wachstumsschub auf dem Mobilfunkmarkt gesorgt.

In Deutschland gibt es Prepaidangebote seit 1997. Einen richtigen Schub bekam der Markt dann durch die ersten Prepaid-Disounter im Jahr 2005. Weltweit liegt der Anteil von Prepaidkunden bei fast 62% – das entspricht über 1,7 Milliarden Mobilfunkkunden. Für dieses Jahr erwarten Marktforscher, dass der Anteil der Prepaid-Karten bei den Neuabschlüssen im Mobilfunkmarkt bei rund 74 Prozent liegen wird. Die Marktforscher stellen fest, dass die herkömmliche Aufteilung nach Postpaid- und Prepaid-Kunden nicht mehr aufgeht – auch innerhalb des Prepaid-Marktes unterscheiden sich Zielgruppen nach Alter, Verhalten und Bedürfnissen.

Vor allem im Prepaid-Sektor werden verschiedene Zielgruppen mit speziell entwickelten Angeboten geködert. Auf dem stark umkämpften Mobilfunkmarkt in Deutschland hat der niederländische Anbieter KPN mit einer Mehrmarkenstrategie Erfolg gehabt. Mit Marken wie Base oder simyo wurden neben der Hauptmarke E-Plus zielgruppengerechte Mobilfunkangebote geschaffen. Weiteren Zulauf bekommen die Prepaidtarife auch durch immer neue attraktive Angebote.

So können Neukunden von Tchibo mobil 24 Monate kostenlos mit anderen Tchibo Kunden telefonieren, wenn sie vom 27.Juli bis zum 9. August wechseln. Die Anzahl von Tchibo-Mobil Kunden liegt momentan 837.000. Versüßt wird der Einstieg durch eine günstigere SIM-Karte im Aktionszeitraum. Diese kostet nur 5 Euro statt 9,95 Euro. Auch andere Anbieter wie Simyo oder Blau.de haben aktuelle Angebote in den Startlöchern. Ab dem 1.August können Kunden dieser Anbieter drei Monate lang Kurznachrichten für einen Cent innerhalb des E-Plusnetzes verschicken. Wer jedoch dieses Angebot nutzen möchte, muss eine einmalige Freischaltgebühr von zehn Euro bezahlen.

Laut dem Branchendienst connect lohnt sich das Angebot für Kunden, die pro Tag im Schnitt mindestens zwei SMS versenden. Ein weiteres Billigangebot hat smobil, die Mobilfunkmarke des Discounters Schlecker im Angebot. Hier können smobil Kunden für einen Cent pro Minute miteinander telefonieren. Das Angebot gilt jedoch nur einen Monat nach jeder Aufladung. Danach werden fünf Cent pro Minute fällig. Um sich das richtige Angebot aus all den Schnäppchen auszuwählen, bietet sich der Vergleich im Internet an. Hier gibt des spezielle Vergleichsportale wie prepaid-mobil.de, die sich auf den Vergleich der Anbieter spezialisiert haben. Kunden, die hier genau vergleichen, können mit dem richtigen Angebot eventuell ein paar Euro pro Monat sparen.

Tobias Röver tobberich@web.de