Die Heizung in der Zukunft

Die Heizung unserer Gebäude wird sich in der Zukunft stark von den heutigen noch vielfach in Betrieb befindlichen Anlagen unterscheiden. Die Kosten für fossile Brennstoffe wie Öl oder Gas steigen fast täglich und werden auch in den kommenden Jahren weiter ungeahnte Höhen erreichen. Trotz fortschrittlicher und umweltfreundlicher Brennwerttechnik für Öl oder Gasbrennwertheizungen werden sich in den nächsten Jahren verstärkt Heizungsanlagen durchsetzen die auf den Betreib mit alternativen Energien wie Solarenergie oder Biomasse wie beispielsweise Pellet Heizungen setzen.

Mark Mumm / pixelio.de

Auch der sich schon jetzt immer mehr abzeichnende Klimawandel durch die Umweltverschmutzung wird uns zwingen hier dringend umzudenken und bei unseren Heizungsanlage in Zukunft mehr auf umweltfreundliche Technologien zu setzen.

Eine Alternative für die Heizung der Zukunft liegt sicher in der verstärken Nutzung der kostenlos von der Sonne zur Verfügung gestellten Solarenergie. Trotzdem das die Sonne in unseren Breitengraden nicht so intensiv und oft scheint wie in südlicheren Ländern oder gar in den Wüsten, reicht die Einstrahlung der Sonne auch bei uns zur Beheizung eines kompletten Gebäudes.

Dies ist natürlich nicht möglich mit einer normalen Solaranlage, sondern hier müssen zusätzliche Vorraussetzungen bezüglich der Bauphysik und den technischen Anlagen geschaffen werden.

Das Gebäude muss den gültigen Vorschriften für die Wärmedämmung entsprechen. Da uns die Sonne hauptsächlich im Sommer zur Verfügung steht müssen wir die hier mit der Solaranlage gewonnene Energie für die Nutzung im Winter speichern. Der einfachste Weg hierzu ist die Wärme im Erdereich unter oder neben dem Gebäude zu speichern, dies kann über im Erdreich verlegte Rohrsysteme oder auch Erdwärmesonden erfolgen. Im Winter können wir dann bequem über eine Erdwärmepumpe die so gewonnene Energie wieder für unsere Heizungsanlage nutzen.

Allerdings ist dieses System fast nur in Neubauten zu realisieren, da eine weitere Voraussetzung geschaffen werden muss, damit eine Beheizung des gesamten Gebäudes über eine Solaranlage möglich wird. Die Raumheizflächen müssen so ausgelegt sein, das mit möglichst niedrigen Vorlauftemperaturen gearbeitet werden kann, dies trifft im Regelfalle nur auf Flächenheizungen wie Fußbodenheizungen oder Deckenheizungen zu. Plattenheizkörper oder Radiatorenheizungen sind vielfach ungeeignet da die Auslegungs- Temperaturen zu hoch sind.