Die Nutzung von Erdwärme

Erdwärme oder auch Geothermie genannt ist die Wärme, die im oberen Teil der Erdkruste gespeichert ist. Sie kommt aus dem Inneren der Erde, denn das Magma im Inneren erwärmt auch die äußeren Teile der Erdkruste. Erdwärme ist eine längerfristig nutzbare Energiequelle. Es gibt zwei Arten, wie die Erdwärme genutzt werden kann.

Einerseits kann die Wärme direkt genutzt werden. Meistens ist eine Erdwärmepumpe nötig, die die Temperatur erhöht oder verringert. Eine häufige Nutzung ist die, dass mit Hilfe der Erdwärmepumpe unter Brücken oder an gesamten Flüssen das Wasser in kalten Tagen eisfrei gehalten wird.

Eine Nutzung ohne Erdwärmepumpe ist zum Beispiel an Gewässern, die geringe Temperaturen haben möglich. Dort kann die Temperatur des Wassers meistens direkt genutzt werden um in anliegenden Häusern die Temperatur zu senken. Die ersten Arten dieser Nutzung waren schon ab 300 v. Chr. zu entdecken. Damals haben die Römer die Erdwärme zum aufwärmen ihrer Bäder genutzt.

Die andere Möglichkeit zur Nutzung von Erdwärme ist, dass sie in Strom umgewandelt wird. Dazu wird Wasser mit einer Temperatur von mindestens 80 °C benötigt, bei 100 °C ist der Energiegewinn wesentlich höher. Mit dem Wasserdampf werden Turbinen angetrieben, die dann Strom erzeugen. Der Strom wird in das Stromnetz eingeleitet und das Wasser zurück in das Wärmevorkommen, wo es sich erneut erhitzt und zu Wasserdampf wird. Es ist also ein unerschöpflicher Kreislauf.

Auch diese Technik ist relativ alt. 1913 von Graf Piero Ginori Cont wurde das erste Kraftwerk was auf Erdwärme basierte gebaut, zwar noch mit wesentlich geringeren Erzeugnissen, aber trotzdem mit Erfolg.