Die Planheit von Lochblechen

Ob Siebbleche, Treppengeländer, Fassaden, Wand- und Deckenelemente, Schaltkästen, Dekorationen oder Verkleidungsbleche – Lochbleche findet man in fast allen Bereichen. Durch verschiedene Herstellungsverfahren können perforierte Bleche für die unterschiedlichen Verwendungszwecke produziert werden.

Lochbleche werden nach dem Stanzen maschinell nach der sog. DIN-Normung gerichtet (sog. Planheit). Der Begriff „Lochblech“ wurde von DIN 4185-2 und DIN 24041 abgelöst. In Deutschland sind die Lochplatten nach DIN 24041 genormt. Dadurch sind Qualitätsmerkmale wie die Einhaltung vorgegebener Toleranzen, die Exaktheit des Lochmusters sowie die Genauigkeit der Weiterverarbeitungsstufen grundsätzlich gewährleistet. Eine völlige Ebenheit wird durch die Planheit jedoch nicht erreicht, da das Stanzen eine hohe Oberflächenspannung verursacht. Ausschlaggebend dafür ist außerdem auch die Lochgröße, der Steg, die Materialdicke und ob breite ungelochte Ränder bzw. ganze Zonen im Blech vorhanden sind.

Die Standard-Lochformen von Lochblechen

Zu den Standard-Lochformen gehören die Rundlochung in versetzten Reihen sowie die Quadratlochung in geraden Reihen. Mehr als 80 Prozent der gelieferten Lochbleche setzen sich aus diesen Hauptlochformen zusammen. Darüber hinaus ist eine Vielzahl von Sonderlochformen für die verschiedensten Verwendungszwecke, hauptsächlich für den Designbereich, erhältlich.

Die nachträglichen Bearbeitungsverfahren von Lochblechen

Lochbleche können nach dem Herstellungsprozess auf unterschiedliche Art und Weise weiterverarbeitet werden. Dabei müssen einige besondere Hinweise beachtet werden. Lochbleche aus Aluminium und Edelstahl können nachträglich geschliffen werden. Die Körnungen können dabei von 180, 240, 320 oder 600 variieren. Bei dieser Methode sollte kaltgewalztes Material verwendet werden, da diese, im Gegensatz zu warmgewalztem Stahl, nach dem Schleifen keine Verformungen aufweisen. Ein weiteres Verfahren ist die Pulverbeschichtung. Dabei unterscheidet man verschiedene Glanzgrade, wobei seidenmatt als Standard definiert ist. Andere Glanzgerade wie matt und hochglänzend können nach Angaben des Pulverherstellers ebenfalls erreicht werden. Neue Pulverbeschichtungsverfahren gewährleisten eine Garantie auf Korrosionsschutz. Das Eloxieren von Aluminiumlegierungen hat den Vorteil, dass diese Methode die Witterungsbeständigkeit sowie die Resistenz gegen Chemikalien erhöht und somit besonders gut für technische Einsatzzwecke geeignet ist.

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