Wasserbetten sind in den großen Wellness-Oasen von Luxushotels inzwischen schon Standard. Auf Madeira bietet das Hotel Ondamar in Caniço eine Aloe-Vera-Heilbehandlung an, über die der Autor der “Zeit” (15/2005) folgende Zeilen schrieb:
“Als wirksamen Instant-Trip in die Erholung bietet das Ondamar unter anderem Softpacks an. Da bekommt man zum Beispiel erst einmal knapp hundert Gramm Aloe-vera-Creme auf die Haut; dann wird man, folienverpackt, in eine Art warmes Wasserbett versenkt. Daraus sieht nur noch der Kopf hervor - während der Restkörper im Ungefähren schwebt und langsam die Aloe Vera einziehen lässt. Wem noch die heimische Ellenbogengesellschaft in den Knochen steckt, der mag sie hier auf besonders zarte Weise abstreifen können.“

Gleichsam verfährt man auch auf der Wellness-Insel Rügen - mit Kreide. „Die Welt“ schreibt in ihrer Ausgabe vom 14. Mai 2005 über „das ‚weiße Gold’ von Rügen“: „Das reinweiße, feincremige ‚weiße Gold’ ist in Verbindung mit Seewasser und Wärme ein nachgewiesenes Heilmittel, das zudem der Schönheit dient, die Haut reinigt und entschlackt sowie den Stoffwechsel anregt. Die besonders feine Rügener Heilkreide besteht aus Meeresablagerungen von Austern, Muscheln, Seesternen, Seeigeln, Donnerkeilen und Feuersteinen, die sich vor etwa 70 Millionen Jahren im Meer ablagerten und verfestigten.“ Zur Verwendung kommt die Kreide in den Wellness-Tempeln der Insel, etwa dem Kurhaus Binz. „Ilka Bansner, Leiterin der Provita-Abteilung im Hotel Kurhaus Binz, werkt schon seit fünf Jahren mit dem Natur-Rohstoff“ so „Die Welt“ weiter.

„In der Wohlfühl-Kabine vermischt sie das Kreidepulver mit etwas Seewasser. Ob duftende Öle, Algen oder Stutenmilch beigemischt werden sollen, fragt sie. Nachdem die Bestimmung für die Naturvariante gefallen ist und der ganze Körper im angenehm -warmen Wasserbett liegt, streicht sie den Brei auf.“

Autor: Regina Wagner

pink@t-online.de

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