Die gestiegenen Gaspreise für den Endkunden sind allein im letzten Jahr im Bundesdurchschnitt um über 35 % angestiegen. Schuld an den teuren Gas Preisen sind meist die langfristigen Lieferverträge, die die Gasimporteure an die Stadtwerke und Regionalversorgern binden. Vertragslaufzeiten von bis zu 25 Jahren sind da vollkommen normal. Durch diese Vertragspolitik konnten sich bislang neue Gasanbieter schlecht durchsetzen. Das Bundeskartellamt versucht nun diese langfristigen Verträge zu verbieten, um mehr Wettbewerb und Transparenz unter den Gasanbieter zu ermöglichen. Neu hierbei ist nun auch die Möglichkeit den Gasanbieter als Privathaushalt zu wechseln.

Allzu logisch ist es daher, dass immer mehr Privathaushalte die Gas Tarife der einzelnen Gasanbieter vergleichen, um so Geld zu sparen. Im Internet lässt sich so sicherlich am schnellsten durch einen Gas Tarifrechner der preiswerteste Anbieter finden. Die Gas Preise sind in Deutschland sehr unterschiedlich, so sind Differenzen von bis zu 59 Prozent möglich (zwischen dem günstigsten und dem teuersten Gasanbieter).

Sicherlich zögern noch viele Kunden, beim Gedanken den Gas Anbieter zu wechseln, da so was meist mit viel Papierkram verbunden ist, doch hierbei hilft meist der neue Gasanbieter. Der Kunde muss in der Regel nur das Anschreiben zum Anbieterwechsel ausgefüllt und unterschrieben an den neuen Gasanbieter versenden, meist ist bereits nach wenigen Wochen der Gas Anbieterwechsel vollzogen.

Leider können aber nur sehr wenige Kunden, die Ihren Gasanbieter derzeit noch nicht wechseln können. Aber auch diese Kunden können reagieren, indem sie die Zahlung des überteuerten Gastarifs unter Vorbehalt zahlen oder die Zahlung komplett verweigern, unter Angabe der so genannten Billigkeit nach Paragraph 315 BGB. Dies ist eine Empfehlung des Bundesverbandes der Energieverbraucher.

 

Elke Lohre, elke.lohre@onmeco.de

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