Parkett

Es gibt verschiedene Arten von Parkett. Eins davon ist zum Beispiel das Mehrschicht-Parkett, welches auch Fertigparkett genannt wird. Dieses Art des Paketts wurde bereits 1939 von Johann Kähr entwickelt, worauf dieser auch das Patent enthielt. Das erste Fertigparkett weltweit wurde 1941 vom Unternehmen Kährs eingeführt.

Da dieses Parkett aus drei Schichten besteht, verfügt es über eine hohe Verwerfungsfestigkeit und kann aus diesem Grund auch ohne aufwendiges Verkleben lose per Klick-System auf dem entsprechenden Untergrund verlegt werden. Bei diesem System unterscheidet man auch zwei Arten. Das kraftschließende System funktioniert, in dem bei der Verbindung der einzelnen Dielen ein Widerstand überwunden werden muß, welcher diese zusammenhält.

Dieser Widerstand kann zum Beispiel ein kleiner Vorsprung im Holz sein. Bei diesem Verfahren ist es meistens das vertikale Einklopfen der Dielen erforderlich. Bei diesem System gibt es zwei Nachteile: ein vielfaches leimen ist erforderlich und es kann zu Abnutzungen der kleinen Vorsprünge kommen, welches zu Fugen führen kann, die nicht mehr schön anzusehen sind. Bei dem Winkelsystem spricht man auch vom formschließenden System. Bei diesem System werden die Dielen nicht seitlich, sondern von oben in eine CNC-gefräßte Form eingewinkelt.
Die eigentliche Oberfläche des Parketts ist hier nur noch zwei bis vier Millimeter dick und wird auf auf einem Untergrund aus günstigerem Nadelholz mit Leim befestigt. Die Belastbarkeit hängt bei dieser Parkettart nicht nur von der Holzart ab, sondern auch von der Beschaffenheit der Mittellage und natürlich auch von der Stärke der Nutzschicht. Nach der Verlegung braucht dieses Parkett nicht mehr geschliffen werden, da dies sowie die Versiegelung bereits bei den einzelnen Stücken erfolgt ist.

Torsten Maue
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