Sicherheitsfenster und -türen

Bei Neubauten wird immer mehr darauf geachtet, dass bestimmte Sicherheitsstandards eingehalten werden. So ist es immer mehr von Belang, Sicherheitsfenster und Sicherheitstüren einzubauen, um Einbrechern erst gar kein Chance mehr zu geben. Verschieden gewichtete Sicherheitsstandards garantieren dabei höchste Qualität: insgesamt 6 Widerstandsklassen, kurz WK genannt, bezeichnen den jeweiligen Sicherheitsstandard, wobei die höchste Widerstandsklasse 6 dabei auch den größtmöglichen Einbruchschutz darstellt.

Die WK1 schützt in erster Linie vor Einbrüchen mit Hilfe körperlicher Gewalt; gegen den Einsatz von Werkzeugen jeglicher Art bietet diese Widerstandklasse jedoch keinen Schutz. Somit deckt die WK2 jegliche Einbrüche ab, die mit Hilfe eines Werkzeugs wie z.B. Schraubenziehern, Zangen oder ähnlichem verübt werden. Die WK3 garantiert den Schutz vor Einbrüchen mit einem Kuhfuß und einem Schraubendreher. Sicherheitsfenster und Sicherheitstüren der WK4 halten auch Einbrüchen mit Schlag- oder Sägewerkzeugen stand.

Der Einsatz von Hammer oder Meißel etc. ist hier zwecklos, und Türen und Fenster bleiben relativ unversehrt. Der Sicherheitsstandard WK5 bezieht sich auf jegliche Elektrowerkzeuge, mit deren Hilfe ein Einbruch vorgenommen werden kann. Auch Stich- oder Säbelsägen werden von Einbrechern eingesetzt, haben aber kaum Chancen, das Sicherheitsglas zu durchbohren. In der höchsten Sicherheitsklasse WK6 sind leistungsfähige Elektrowerkzeuge eingeschlossen, die der erfahrene Täter für seinen Einbruch braucht.

Aber auch ein Winkelschleifer kann Sicherheitstüren oder Sicherheitsfenster dieser Güteklasse nicht mehr zugrunde richten. Schutzbeschläge und Schließzylinder werden in den beiden höchsten Sicherheitsklassen WK5 und WK6 je nach Gebäude und Beschaffenheit des Fundaments ausgesucht und eingesetzt, um größtmögliche Sicherheit vor Einbrüchen zu gewährleisten.

So wird es heutzutage immer wichtiger, sich als Bauherr mit den Sicherheitsstandards auszukennen. Denn der Verlust des Hab und Guts führt teilweise zu großen finanziellen Einbussen, und im schlimmsten Fall kann dem finanziellen Bankrott nicht mehr aus dem Weg gegangen werden.

Verfasst durch Richard Maier

maier.richard@gmx.net