Woher kennt man die Holzhäuser?

Die Bilder von den traumhaften – meist roten – Holzhaus Bauten, wie man sie aus dem Urlaub in Schweden und anderen nordischen Ländern kennt, sind den meisten Menschen sicher ebenso präsent wie die Szenen aus den alten Lindgren-Verfilmungen, in deren Mittelpunkt auch immer ein Holzhaus stand.

Ein Holzhaus vermittelt wie kaum eine andere Variante des Hausbau Gemütlichkeit und Behaglichkeit, die der Anblick für das Innere verspricht. Wachsendes ökologisches Bewusstsein scheint auch hierzulande dazu geführt haben, dass die Vorreiter-Stellung der Skandinavier auch beim Hausbau erkannt wurde und allmählich Nachahmer findet. War der Hausbau bisher in Deutschland und den meisten anderen Ländern Europas eher geprägt von Zweckmäßigkeit und Pragmatismus, so entwickeln viele potentielle Bauherren ein Gefühl für Ästhetik jenseits gängiger Vorstellungen vom Hausbau unter Gesichtspunkten des einheitlichen Bauens.

Holzhäuser stehen als Sinnbild für Bequemlichkeit und überzeugen zudem auch in Bereichen, in denen man das Holzhaus kaum als erwähnenswert gesehen hat. Diese Art des Hauses verspricht eine ganz besondere Lebensatmosphäre im Einklang mit natürlichen Baustoffen fernab von Beton und klassischer Bauweisen. Im Inneren der Holzhäuser erwartet Bewohner in Verbindung mit modernen Heizsystemen etwa auf Basis von Lehm eine Wärme, die ihresgleichen sucht. So können auch Allergiker endlich wieder befreit durchatmen, schließlich entfallen viele Reizstoffe beim Holzhaus, die unter herkömmlicher Bauweise noch belastend gewesen sind für Betroffene.

Aus architektonischer Sicht betrachtet können die Holzhäuser vor allem deshalb begeistern, weil Bauherren hier echte Entfaltungsmöglichkeiten haben und den eigenen Stil mit einfließen lassen können. Die ehemalige Gleichmacherei beim Bauen hat wohl endlich ein Ende in deutschen Landen.

Autor Jens Kleinholz

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