Bisherige IPTV Provider bekommen Konkurrenz

Spätestens seit der IFA 2007 ist IPTV für viele ein Begriff geworden. Weithin wird das Fernsehen über Internet auch als WebTV, Internet TV u.v.m. bezeichnet.

Nachdem sich frühzeitig die Telekom und Hansenet (Alice) auf dem Markt etabliert hatten, startete nun ein weiter Konkurrent, nämlich Arcor, seinen „Digital TV“ Dienst in 51 Städten Deutschlands. Obwohl bereits für Sommer angekündigt, konnte das Angebot aufgrund technischer Mängel im Testbetrieb, erst Ende Oktober 2007 an den Start gehen.

Der Provider bietet sowohl ein paketbasierendes, reinrassiges IPTV Angebot als auch einen VoD Dienst an, bei dem knapp 500 Filme kostenpflichtig zum Download zur Verfügung stehen. Grundvoraussetzung ist ein Arcor DSL-Anschluss mit mindestens 6 MBit/s.

Das Basispaket von Arcor IPTV wartet mit ca. 50 Sendern, darunter RTL, Viva, SAT1 u.v.m., für derzeit 9,95 € monatlich auf. Zusätzlich sind ca. 60 Radiosender digital empfangbar. Wem das noch nicht reicht, der kann verschiedene Pakete für noch mehr Abwechslung dazubuchen – „Full Entertainment“, „Cosmo Globale“ und für sportbegeisterte „Sport & Male“. Großen Wert legt der Anbieter aber auch auf ausländische Fernsehprogramme. So werden mit den Paketen „Polnisch“, „Russisch“, „Türkisch Basis“ und „Türkisch Premium“ insbesondere ausländische Mitbürger angesprochen, um diesen ein Stück Heimat zu vermitteln. Aber auch für sprachbegeisterte Enthusiasten wärmstens zu empfehlen.

Eine Time-Shiftfunktion sowie die „Elektronische Programmzeitung“ (EPG) werden kostenlos mit angeboten. Zur Pflege und inhaltlichen Aufbereitung der EPG, konnte sogar „TV-Movie“ gewonnen werden. Entgegen seinen Konkurrenten bietet Arcor eine sogenannte „Restart Funktion“ an. Damit ist es möglich, verpasste bzw. nicht vollständig angesehene Sendungen von Beginn an wieder abspielen zu lassen. Leider ist diese Funktion nur bei sehr wenigen Sendern möglich.

Obwohl lt. Arcor das DigitalTV „brillante digitale Bild- und Tonqualität“ bietet, werden z.Z. keine HDTV Ausstrahlungen angeboten. Desweiteren wird nur eine Sendung (Stream) übertragen. Dies bedeutet, dass auch nur eine Sendung in der gesamten Wohneinheit geschaut werden kann. Hingegen ist es bei der Konkurrenz möglich, gleichzeitig mindestens 2 Streams mit jeweils verschiedenen Inhalten zu übertragen.

Fazit: Zwar hat Arcor noch mit einigen kleinen Kinderkrankheiten zu kämpfen, überzeugt aber dennoch mit einem kostengünstigen monatlichen Preis und einem guten Angebot.

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