Mi 28 Feb 2007
Digital Subscriber Line, kurz DSL ermöglicht die Übertragung von Daten mit einer hohen Geschwindigkeit (bis 50.000 kbit/s).
Die DSL -Verbindung wird zwischen dem Kunden und der Vermittlungsstelle aufgebaut. Hierfür wird ein anderer Frequenzbereich als für das Telefonsignal benutzt, dies ermöglicht eine vielfach höhere Geschwindigkeit als die herkömmliche ISDN- oder Modemverbindung. Außerdem kann DSL auf diese Weise parallel zum Telefon genutzt werden und auch Fax oder ISDN stehen während des DSL-Betriebes zur Verfügung.
Zwischen dem DSL- Anschluss des Benutzers und der Vermittlungsstelle wird das analoge DSL-Signal auf dem Weg über die Telefonleitung übertragen. Der DSL-Multiplexer DSLAM vollzieht eine Umwandlung des analogen Signals in ein digitales Signal. Das digitale Signal wird über eine Breitband - Glasfaseranbindung vom DSLAM zum Konzentrator (DSL-AC, BB-PoP) und von da aus in den Backbone des Providers übertragen.
Auf Grund der umfangreichen Kapazität der Backbone-Anbindung werden die Ressourcen der Teilnehmeranschlussleitung (TAL) vollständig genutzt, im Gegensatz zur analogen oder ISDN-Datenübertragung, weil die Daten in diesem Verfahren nicht über das herkömmliche Telefonnetz übermittelt werden müssen.
Es gibt zwei verschiedene Arten des DSL. Zum einen wird ADSL (Asymmetrisches DSL) angeboten. Dieses Verfahren benutzt eine große Bandbreite in Richtung Nutzer und eine kleine Bandbreite in Richtung Internet. Diese Art des DSL ermöglicht eine schnelle Internetnutzung und ist für Privathaushalte üblich. Die zweite Möglichkeit ist SDSL (Symmetrisches DSL). Diese Art verfügt über die gleiche Bandbreite in Up- und Downstream-Richtung. Das SDSL wird von Unternehmen genutzt, die schnelle Upload - Verbindungen benötigen.
DSL wird in Deutschland von zahlreichen Firmen angeboten, wobei die Deutsche Telekom der Marktführer mit fast 50% Anteil ist. Durch die Bereitstellung einer Flatrate spart der Kunde weiteres Geld, was unzweifelhaft zu der enromen Popularität beigetragen hat. Doch DSL ist nicht mit jeder Telefonleitung kompatibel. Die örtliche Vermittlungsstelle benötigt ausreichend viele Ports, es müssen durchgängige Kupferleitungen zwischen dem Standort und Vermittlungsstelle zur Verfügung stehen und es dürfen keine Pupinspulen in der Leitung sein. Aus diesem Grunde ist es in ländlichen Regionen teilweise noch nicht möglich DSL zu nutzen.
Autor: Enrico Wnendt, acell (at) gmx.de
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