P2P Tauschbörsen

Als die bekannteste aller Tauschbörsen weltweit dürfte die Ende der 90er Jahre gegründete Internetseite “Napster.com” zu nennen sein. Millionen von Internetnutzern teilten sich alles, was die Musik- und Filmindustrie zu bieten hatte. Napster in der kostenlosen Version gibt es nicht mehr. Das Prinzip ist allerdings gleich geblieben. Die meisten Internet-Tauschbörsen arbeiten nach dem sogenannten Peer-to-Peer Prinzip.

Voraussetzung ist, dass sich der Teilnehmer ein kostenloses Programm aus dem Internet vom Betreiber der Tauschbörse herunter lädt. Dieses Programm sorgt für die Verbindung der Teilnehmer untereinander sowie den tatsächlichen Tausch von Musik, Bildern, Filmen, Programmen oder sonstigen Daten. Welche Daten getauscht werden, entscheidet der jeweilige Nutzer selbst durch die Freigabe bestimmter Ordner.

Getauscht werden darf nur was keinen Urheberrechtsschutz genießt, also ausdrücklich vom Urheber zur Weitergabe an Dritte freigegeben ist und nicht sonstige Rechtsgüter verletzt, wie beispielsweise die illegale Verbreitung von Pornographie. Sowohl der Upload, als auch der Download geschützter Werke z.B. Musik, Filme und Spiele stellt einen Verstoß gegen das Urheberrechtsgesetz dar und kann bei Entdeckung durch den Rechteinhaber mit Bußgeldern und bei gewerblichen Handel sogar mit Haft bestraft werden.

Aufgrund erheblicher Urheberrechtsverstöße mussten bereits mehrere Tauschbörsen, darunter auch Napster eingestellt werden.

Markus Sommer (cash2k-1@gmx.de)