Fr 2 Feb 2007
Mit Web 2.0 wird gemeinhin die Wandlung des Internet vom eher Content basierten zu einem interaktiven Medium benannt, bei dem nicht mehr einzelne Webmaster die Inhalte einer Seite bestimmen, sondern zunehmend auch (technisch meist weniger versierte) Nutzer den Content erzeugen und verwalten.
Der Begriff Web 2.0 ist im Grunde nicht eindeutig definiert und beschreibt mehr eine veränderte Wahrnehmung und ein verändertes Nutzerverhalten. Das Einbringen und erstellen von Inhalten kann vielfältiger Natur sein. Weblogs, auf denen einer oder mehrere Personen von ihren täglichen Erfahrungen berichten, Wiki´s auf denen Nutzer anderen Usern ihr Fachwissen andienen und damit eine der umfangreichsten Enzeklopädien aller Zeiten geschaffen haben oder in Form von Video und Filesharing Portalen und Anwendungen, die vielfach in einer rechtlichen Grauzone agieren.
Allen Anwendungen ist gemein, das sie ein hohes Maß an Bindung der Nutzer an eine bestimmte Seite mitbringen, da (salopp gesagt) sehr viel passiert. Dadurch, das die redaktionelle Arbeit auf mehrere Schultern verteilt wird, werden die Inhalte häufiger aktualisiert. Neue Inhalte wiederum, sorgen für mehr Aufmerksamkeit, durch diverse Mechanismen (wie automatische eMails).
Mehr Aufmerksamkeit bedeutet mehr Besucher und viele Besucher erzeugen viele Inhalte. Ein weiterer Effekt von Web 2.0 Internetseiten ist der, dass die Inhalte von mehreren Augen kontrolliert und bewertet werden. So genannte Schwarmintelligenz. Viele Augen sehen mehr, als ein einzelnes. Dadurch sollen die Inhalte eine bessere Qualität bekommen.
Ein großer Vorteil ergibt sich bei so genannten Social Bookmarking Portalen, wo Nutzer ihre Linkfavoriten vorstellen und anderen zugänglich machen. Das hilft, wirklich objektive Meinungenz. B. von Schnäppchen oder Kinofilmen oder was es sonst so zu bewerten gibt, zu bekommen. Diese Linklisten sind meist genauer und hilfreicher, als Listen, die per Maschine erstellt wurden.
Christopher Schulze schulze@blickform.de
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