Nutzhanf ein wertvoller Rohstoff

Da fossile Rohstoffe wie zum Beispiel Erdöl immer teurer werden, suchen Unternehmen zunehmend nach alternativen Rohstoffen. Zu diesen Rohstoffen zählt auch der Hanf – eine Pflanze die bereits vor mehr als tausend Jahren in Ländern wie China und Japan gezüchtet und verarbeitet wurde. So kann beispielsweise aus den Hanfblättern Ethanol gewonnen werden, welches bereits jetzt als ein alternativer Kraftstoff mit großem Potential gehandelt wird. Aber aus Hanf kann weitaus mehr als nur Ethanol gewonnen werden. So dient die Pflanze in erster Linie als Lieferant für Hanffasern.

Die Hanffaser ist eine Faser die insbesondere in der Textilindustrie großen Anklang findet. Sie verfügt über solch gute Materialeigenschaften, dass sie andere Natur- und Kunstfasern vollständig ersetzen beziehungsweise ablösen könnte. Zwar werden die Hanffasern zur Produktion von Kleidung noch nicht allzu häufig verwendet, doch andere Textilien wie zum Beispiel Segeltuch werden immer häufiger aus Hanffasern gefertigt.

Gewonnen werden die Hanffasern aus so genanntem Nutzhanf. Hierbei handelt es sich um eine speziell gezüchtete Hanfart, die über ein besonders gutes Wachstum verfügt und gleichzeitig sehr robust ist, was die Wetterverhältnisse angeht. Seit dem Ende der Neunziger Jahre ist es gestattet, Nutzhanf in Deutschland anzubauen.

Jedoch gibt es noch nicht so viele landwirtschaftliche Betriebe, die Nutzhanf anbauen um den Rohstoff Hanf zu gewinnen. Deshalb kann die industrielle Nachfrage nach Nutzhanf noch nicht gedeckt werden. Glücklicherweise gibt es immer mehr Landwirte die sich für den Hanfanbau entscheiden und somit die Verbreitung von Nutzhanf vorantreiben. Doch im Bezug auf die Anbaumenge bleibt zu sagen, dass die meisten Betriebe noch sehr vorsichtig sind, und nur kleine Flächen bebauen – schließlich müssen sie erst einmal Erfahrungen mit dem Hanfanbau und der Hanfernte sammeln.

Heinz Wiedow
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