Tiersitting

Fiffi allein zu Haus – das muss nicht sein. Was früher unter „nette Nachbarschaftshilfe“ fiel, ist heute fast ein kleiner Wirtschaftszweig geworden. „Tiersitting“ ist das Stichwort.

Inzwischen kann man sogar via Internet nach einem geeigneten Aufpasser für den kleinen Liebling suchen.  Dass sich dies lohnt, kann man anhand von diversen Auftragsplattformen im Internet nachvollziehen.  Das Bewertungssystem sorgt für Transparenz, und natürlich hat man die Möglichkeit, mit dem Auftragnehmer in Verbindung zu treten und zu testen, ob die „Chemie“ stimmt. Und zweifelsohne hat jeder verantwortungsvolle Hundebesitzer ein Gespür dafür, wem man seinen Liebling überlässt und wem besser nicht.

Ein umfassendes Vorgespräch ist aber trotzdem absolute Voraussetzung. Eventuell sollte man sich Referenzen nachweisen lassen, denn schließlich überlässt niemand gerne Haus und Hof einem gänzlich unbekannten Menschen. Vor Ort erfolgt dann auch die Einweisung. Schließlich sollte und muss der Tiersitter die Eigenheiten des Tieres und auch dessen Futtergewohnheiten, die Gassi-Zeiten und dergleichen mehr kennen. Denn nur so ist eine optimale Betreuung während der Abwesenheit von Frauchen oder Herrchen gewährleistet. Die Betreuung reicht von ein paar Stunden bis hin zu mehreren Wochen am Stück – beispielsweise bei krankheitsbedingter Abwesenheit des Besitzers.

Inzwischen gibt es auch wirklich etablierte Tiersitter, eine Konkurrenz zu den bekannten Tierpensionen und –hotels. Diese nehmen gegen eine feste Tagesgebühr (ähnlich dem Preis für ein Hotelzimmer, aber natürlich um einiges geringer) die Haustiere auf. Das Futter ist meist im Preis inbegriffen. Alles in allem ist Tiersitting aber ganz bestimmt eine gute Alternative, denn nicht jedes Tier gewöhnt sich so leicht in fremder Umgebung ein – und so manches Tier ist auch ein Einzelgänger und somit ohnehin nicht für Tierhotels oder -pensionen geeignet.

Bei Angebote – sowohl Tiersitting als auch die Rundumbetreuung in einer eigenen Einrichtung sind aber ganz bestimmt eine bessere Lösung als die Abschiebung des Tieres ins Tierheim.
Jana Wunderlich-Gaideczka
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