Westernsattel für Pferd und Reiter

Wenn man das Wort Westernsattel hört, klingt das nach Cowboy und Freiheit, aber die Vielfalt an Modellen und die Unterschiede, die auch eine Kaufentscheidung beeinflussen sollten, holen einen schnell in die Realität zurück.

Auf jeden Fall sollte man sich ausführlich und umfassend beraten lassen und auch eine zweite Meinung kann bei so einer Anschaffung nicht falsch sein, denn die Kosten, welche für einen vernünftigen Sattel auf den geneigten Reiter zukommen, liegen bei mindestens 600,- €. Natürlich gibt es nach oben hin keine Grenzen, aber unterschreiten sollten man dies Preisgefüge nicht, denn es geht zu Lasten der Qualität und macht schlussendlich mehr Ärger und verursacht doppelte Kosten.

Die Unterschiede zwischen dem klassischen, englischen Sattel und einem Westernsattel sind zunächst mal Gewicht und Verarbeitung. Ein Westernsattel ist derber verarbeitet, einfach stabiler gebaut und somit auch bisweilen erheblich schwerer. Wenn man einen Westernsattel kauft sollte man davon ausgehen können, das er ein Leben lang hält. Der Westernsattel gibt insgesamt einen sicheren Sitz und auch die Bügel sind ruhiger, denn durch vermehrtes Gewicht hängen sie besser herunter und bieten durch mehr Breite auch dem Fuß einen bequemeren Sitz. Das vorne befindliche Horn ist auch für Anfänger hilfreich, kann man es doch auch mal als Haltegriff verwenden.

Ein Westernsattel ist generell auch für das Pferd angenehmer zu tragen und bietet also so nicht nur dem Reiter mehr Komfort. Auch die Gurtung kommt ohne Metall aus und besteht nur aus Leder und ist wegen dem Flaschenzugprinzip leicht zu händeln. Trotz einem bisweilen verrufenen Image bietet der Westernsattel generell mehr Vor- als Nachteile.

Philip Hildebrandt post((at))pferde-360.de