So 22 Jul 2007
Wer billig fliegen will, hat mittlerweile eine breite Auswahl an Möglichkeiten. Gab es früher nur Flughäfen in der Nähe von Großstädten, von wo meist (ehemals) staatliche Fluggesellschaften in die Luft abhoben, hat sich die Zahl der in Betracht kommenden Airports inzwischen ebenso erhöht wie die Zahl der Fluggesellschaften. Insbesondere sind es ehemalige Militärflughäfen, die im Rahmen sogenannter Konversionsprojekte für eine zivile Nutzung umgewidmet wurden.
Da häufig auch die lokalen oder regionalen politischen Entscheidungsträger ein Interesse sowohl an einer Luftverkehrsanbindung ihrer Gegend als auch an der Schaffung neuer Arbeitsplätze in strukturschwachen Regionen haben, werden mitunter üppige Zuschüsse an Flughäfen und Fluggesellschaften gezahlt. Da solche Flughäfen auf Grund dieser Zuschüsse nicht ihre eigenen tatsächlichen Kosten erwirtschaften müssen, können sie sehr günstige Start- und Landegebühren anbieten.
Das gilt in gleichem Maße für die Fluggesellschaften, die Dank offener oder verdeckter Subventionierung und wegen der niedrigen Start- und Landegebühren besonders billige Flüge verkaufen können. Was für den Steuerzahler ein erhebliches Ärgernis darstellen mag, ist für den Fluggast positiv. Noch nie zuvor gab es in Deutschland ein so dichtes Netz an Flughäfen, von wo zahlreiche Ziele zu besonders attraktiven Preisen angeflogen werden können. Wer sein Wunschziel gefunden hat, muss nur noch billige Flüge finden.
Diese werden je nach Fluggesellschaft entweder sehr früh oder auch sehr kurzfristig angeboten, wenn es sich um noch verfügbare Restplätze handelt.
Ingolf Kreuzer
info |at| mowham.com
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